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Gesundheit, Pflege und Co.

Gesundheit, Pflege und Co. - Castellum Collis Dalmani

Viele Tipps und Anregungen rund um den Dalmatiner

Auf diser Seite haben wir verschiedene Kategorien und Hinweise zur Verfügung gestellt und hoffen so auch Ihre offenen Fragen beantworten zu können.

Kliken Sie die einzelnen Untermenüs an und Sie erhalten noch mehr und ausführliche Informationen zum Thema...

Audiometrie AEP

Audiometrie

Erblich bedingte Taubheit ist mittels eines Hörtests (Audiometrie) nachweisbar.

Audiometrieuntersuchung bei Dalmatinern

Bei gesunden Tieren lassen sich Gehirnströme messen, bei tauben Tieren dagegen nicht. Vererbte Taubheit tritt vor allem bei Rassen mit weißer Pigmentierung auf (z.B. Dalmatiner).

Elektrophysiologische Untersuchungen sind zur Zeit die einzigen objektiven Möglichkeiten, um das Hörvermögen bzw. die Taubheit bei Patienten in der Tiermedizin nachzuweisen.

Dabei werden über Ohrstöpsel akustisch evozierte Potentiale (AEP) erzeugt , die in elektrische Impulse umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet werden. Dieses elektrodiagnostische Verfahren wird mittels einer aufwendigen Apparatur (EEG)durchgeführt, die Hirnströme aufzeichnen kann. Ab einem Alter von 6 -7 Wochen kann die Audiometrie erfolgen.

Der Hundezüchterverband in Deutschland (VDH) schreibt diese Messungen z.B. bei allen Dalmatinerzüchtern vor.

Seit über 10 Jahren führe ich diese Untersuchungen für den Verband durch. Inzwischen wurden diese Untersuchungen vom Zuchtaussschuß auf weitere Rassen wie Parson, Jack Russell Terrier, Miniatur Bullterrier ausgedehnt.

Ebenfalls schreiben die Katzenzuchtverbände für bestimmte weiße Rassen (z.B. Maine Coon, Perser, Balinese) diesen Test vor. Die Praxis besitzt ein eigenes transportables Meßgerät (Cadwell 5200 A).

Um die Tiere nicht dem Streß einer evtl, langen Anreise auszusetzen, kann ein Hausbesuch vereinbart werden.  Die Hörmessung kann nur durchgeführt werden, wenn das Tier entspannt ist. Dabei hat es sich als sehr empfehlenswert erwiesen, die Tiere während einer Kurzsedation zu untersuchen. Nach ca. einer Stunde sind die Patienten wieder wohlauf. Die Untersuchung ist ansonsten nicht schmerzhaft.

Quelle: Tierarzt Dr. Kröger, 14193 Berlin-Grunewald, (www.kroeger-tierarzt.de)

Blutohr

Ein großes Ding...

Was ist ein Blutohr?

Ein Blutohr (Othämatom) ist ein Bluterguss (Hämatom) am Ohr des Hundes. Dabei sammelt sich Blut zwischen der Knorpelschicht und der Haut oder innerhalb des Ohrknorpels. Von einem Blutohr betroffen ist vor allem die Innenseite der Ohrmuschel. Die Ursache eines Othämatoms ist nicht immer klar, doch kommt es gehäuft bei Rassen mit herabhängenden Ohren vor.

Ursachen:

Ein Blutohr (Othämatom) wird in den meisten Fällen durch eine Ohrenerkrankung ausgelöst. Hat der Hund beispielsweise eine Ohreninfektion, die ihn juckt oder irritiert, so kratzt er sich am Ohr und schüttelt seinen Kopf. In der Folge können kleine Blutgefäße in der Ohrmuschel verletzt werden und einreißen. Blut sammelt sich im Ohr. Dies führt dazu, dass das Ohr des Hundes anschwillt. In einigen Fällen rufen Verletzungen (Trauma) ein Othämatom hervor. Diese können zum Beispiel entstehen, wenn der Hund mit anderen spielt oder am Ohr gebissen wird. Ob bei der Entstehung eines Blutohrs auch autoimmune Vorgänge beteiligt sind, konnte bislang noch nicht wissenschaftlich bestätigt werden. Bei einer Autoimmunerkrankung bekämpft das Immunsystem körpereigenes Gewebe.

Symptome:

Bei einem Blutohr (Othämatom) wird das Ohr des Hundes durch die Schwellung zunehmend größer. Häufig ist die Innenseite der Ohrmuschel betroffen. Die Ohrmuschel ist prall gefüllt und lässt sich mit den Fingern eindrücken. Es können sich Narben bilden. Außerdem kann das Blutohr dazu führen, dass sich die Ohrmuschel des Hundes verformt. Auch das Verhalten des Hundes kann durch das Blutohr beeinflusst werden. Wenn der Hund häufig seinen Kopf schüttelt, sich am Ohr kratzt oder den Kopf schief hält, kann dies auf einen Bluterguss am Ohr hinweisen. Bei hellhäutigen Hunden verfärbt sich die betroffene Stelle rot.

Diagnose:

Der Tierarzt kann ein Blutohr (Othämatom) häufig bereits an den äußeren Symptomen erkennen. Darüber hinaus erkundigt er sich danach, seit wann die Auffälligkeit am Ohr besteht und ob sie sich verändert hat. Um die Diagnose des Blutohrs abzusichern, kann der Tierarzt eine Punktion beim Hund durchführen. Dabei entnimmt er mit einer Spritze Gewebsflüssigkeit aus der betroffenen Stelle des Ohres und untersucht diese. Außerdem stellt der Tierarzt fest, ob der Hund mit Blutohr eine Ohrenerkrankung hat und prüft, ob eine Blutgerinnungsstörung (Koagulopathie) vorliegt oder ob die Anzahl der Blutplättchen verringert ist (Thrombozytopenie).

Behandlung:

Bei einem Blutohr (Othämatom) wird der Tierarzt zunächst versuchen, das Blut mit einer Spritze abzusaugen. Diese Behandlung muss mehrfach wiederholt werden, da sich das Blutohr schnell erneut füllt. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, kann der Tierarzt Kortison in das leere Hämatom spritzen. Tritt das Blutohr (Othämatom) immer wieder auf, ist ein operativer Eingriff am Ohr des Hundes notwendig. Dabei öffnet der Tierarzt die betroffene Stelle am Ohr, entleert den Bluterguss und näht die Wunde wieder zu. Anschließend legt er einen festen Verband an. Der Hund sollte bis zum Ziehen der Fäden einen Halskragen tragen, damit er den Verband nicht durch Kratzen entfernt und die Naht aufreißt. Es ist ratsam, den Verband alle zwei bis drei Tage zu wechseln und die Wunde kontrollieren zu lassen. Darüber hinaus ist es bei einem Blutohr erforderlich, dass der Tierarzt die Ursache behandelt. Liegt beispielsweise eine Ohrenentzündung wie eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) vor, kommen entzündungshemmende Medikamente (z.B. Glukokortikoide) zum Einsatz. Zusätzlich erhält der Hund Antibiotika.

Prognose:

Ein Blutohr (Othämatom) kann sich beim Hund innerhalb von drei bis vier Wochen eigenständig wieder zurück bilden. Ohne Operation entstehen jedoch meist Narben und Verformungen an der Ohrmuschel des Hundes. Wenn der Hund operiert wurde, entfernt der Tierarzt den Verband und die Fäden nach etwa 10 bis 14 Tagen. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist es erforderlich, das Ohr des Hundes nach dem chirurgischen Eingriff zu schützen. Der Hund darf seinen Kopf nicht schütteln oder sich am Ohr kratzen. Denn dadurch kann es wieder zu Blutungen kommen.

Vorbeugen:

Um einem Blutohr (Othämatom) vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Gehörgänge des Hundes regelmäßig zu überprüfen. So lassen sich Entzündungen rechtzeitig entdecken und behandeln. Außerdem ist es ratsam, die Ohren des Hundes zu säubern, um Entzündungen zu vermeiden.

Wann zum Tierarzt?

Ein Blutohr (Othämatom) kann den Hund stark beeinträchtigen. Häufig juckt das Ohr und schmerzt. Um die Beschwerden zu lindern, ist es ratsam, den Hund zu einem Tierarzt zu bringen. Auch aus kosmetischer Sicht ist eine tierärztliche Behandlung des Blutohrs sinnvoll. Denn durch eine Operation lässt sich meistens verhindern, dass sich die Ohrmuschel des Hundes verkrümmt.

Quelle: Tiermedizinportal

Alternativen:

Die Blutegel-Therapie hat sich bei so manchen Hunden sehr gut bewährt und somit einen operativen Eingriff erspart. Wenn sie das ganze also frühzeitig erkennen versuchen sie ggf. auch diese Methode um ihrem Geliebten 4-Beiner zu helfen.

Erziehungs Tipps

Eine gute Kinderstube ist im Alltag einfach unerlässlich!

Zwei wichtige Dinge die ein Hund auch von Anfang an lernen sollte ist die Stubenreinheit und das alleine bleiben.

Allgemeines

In der Hundeerziehung gilt es so früh wie möglich damit anzufangen bzw. vom ersten Tag an, an dem Ihr neuer Partner bei Ihnen zu Hause ist. Beginnen sie das ganze spielerisch, denn wie sagt ein Sprichwort so schön: " Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." Über den Besuch in einer Welpengruppe lässt sich streiten.... gerade in den ersten Lebenswochen und während des Zahnwechsels ist das Infektionsrisiko höher als sonst, jedoch hat ein wenig spielen mit Artgenossen noch niemanden geschadet, so lange man es nicht übertreibt. Die Übungssequenzen mit ihrem Welpen sollten Anfangs nicht länger wie 5 Minuten sein, da die Konzentration noch nicht so lange anhält. Besser ist es die Übungen 2-3 mal täglich zu wiederholen und die Dauer der Übungen langsam zu steigern. Wichtig ist dass der Hund immer freude daran hat mit ihnen zu arbeiten und nicht überfordert wird, achten sie hier immer auf eine Enspannte und Ruhige Atmosphäre und bauen sie die Übungen in den Alltag mit ein! Jeder Hund sollte die Grundkomandos wie Sitz, Platz, Bleib, Fuß, Steh und Hier/Komm beherrschen! Ein gut erzogener Hund macht im Alltag und in der Öffentlichkeit keine schwierigkeiten und kommt gut an, jedoch haben die Übungen einen anderen Hintergrund, nämlich dass der Hund sie als Ranghöchstes Mitglied sieht und daher die Dominaz von Anfang an geklärt ist. Zur einer kurzen Erläuterung der Dominanz kommen wir später noch.

 

Stubenreinheit

Mit dem Sauber werden sollte man auch so früh wie möglich beginnen - also vom ersten Tag an, an dem der Welpe bei Ihnen ist. Dabei ist zu Beachten dass ein Welpe ca. alle 2-3 Stunden mal muss und das auch nach jedem Spielen, Fressen oder Nickerchen. Wenn man seinen Hund aufmerksam beobachtet wird man schnell erkennen dass er am Boden schnüffel und sich im Kreis dreht um einen Platz zu finden wo er sein "Geschäft" verrichten kann. Wenn Sie dieses Verhalten beobachten schnappen sie sich den Welpen und bringen ihn nach draußen dort wo er sich auch künftig lösen sollte/darf. Hat er sien Geschäftchen, egal ob groß oder klein verrichtet wird er ausgiebig gelobt. Ringo ist nach ca. 1 Woche schon direkt zur Türe gelaufen und hat ein wenige gewinselt, so wusste ich schnell es ist wieder Zeit "Gassi" zu gehen. Sollte das Maleur doch einmal drinnen passieren wird es mit einem "NEIN" weg gemacht und desinfiziert, aber schimpfen sie ihren Hund niemals für seine Missetat. Nachts können Sie den Welpen in eine Box oder in ein Körbchen neben Ihr Bett stellen, dann bemerken sie schneller wenn er mal muss. Ringo und Lien gehen abends ca. gegen 22:00/22:30 Uhr das letzte mal zum lösen nach draußen - dann gehen sie brav in ihre Betten und halten in der Regel bis morgens um 07:00 Uhr durch. Falls Ringo doch einmal muss meldet er sich mit einem winseln ganz brav. Wenn man diese Grundsätze beherzigt sollte es möglich sein seinen Welpen innerhalb von ca. zwei Wochen stubenrein zu bekommen.

 

Alleine beliben

Mit dem alleine bleiben sollte auch so früh wie möglich begonnen werden. Auch wenn der Hund ein Rudeltier ist und normalerweise nicht alleine sein will ist es unabdingbar ihn daran zu gewöhnen. Ich habe ab dem ersten Tag damit angefangen, egal ob ich für einige Minuten in den Keller zur Wäsche oder zum Postkasten gegangen bin, auch wenn im Bad die Zimmertüre zu ist war der Hund ja quasi alleine. Immer wenn ich zurück kam habe ich Ringo freundlich mit einem "Ringo braaaav" begrüsst. Wenn ich Einkaufen oder in die Arbeit gehe kommt Ringo in seine Hundebox. Wichtig ist dabei dass er sich vorher gelöst hat so dass kein "Unglück" passiert. Anfangs genügen 5 Minuten - steigern sie die Abstände nach und nach etwas länger und belohnen sie den Hund nach ihrer Rückkehr mit einem Spiel oder Leckerli. So wird der Hund es auch mit etwas positiven Verbinden. Sollte ihr Hund doch anfangen zu heulen darf man nicht weich werden und zu ihm gehen - so wird er es schnell verknüpfen - wenn ich jaule kommt Frauchen wieder, genau dies wollen wir natürllich nicht erreichen. Das heißt im umkehrschluss dass sie erst zu ihrem Hund gehen wenn er ruhig war. Steigern sie das alleine bleiben also Tag für Tag. Ich empfehle ihnen den Hund auch in seine Box zu setzten, dort kann er nichts kaputt machen, außerdem hat es den Vorteil dass der Welpe "Sein Haus" nie mit seinem Geschäft beschmutzen würde, es sei den der Raum ist groß genug dass man in eine Eck machen kann und sich trotzdem noch zurück ziehen kann oder der Welpe viel zu lange alleine ist, so dass ihm gar nichts anderes übrig bleibt.Wenn der Welpe dannn so schon mehrere Stunden alleine bleiben kann können sie versuchen seine Box offen zu lassen - wenn er nichts zersört hat wenn sie nach Hause kommen ist alles in Ordnung - wenn doch kommt er am nächsten Tag wieder mit geschlossener Türe in sein Reich. Bedenken Sie bitte dass auch nach der Gewöhnung an das alleine bleiben der Hund nicht länger wie 6 Stunden alleine bleiben sollte, es ist nicht gut für seine Blase und auch nicht für sein Wohlbefinden. Nach diesen Grundregeln könnte sich jedoch niemand einen Hund zulegen der ganztags arbeitet, wobei ein Hund alles lernen kann, es ist zwar nicht optimal wenn der Hund 8-9 Stunden alleine ist, aber dann sollte man eventuell überlegen einen zweithund dazu zu nehmen - denn so lässt sich die Einsamkeit leichter etragen.

 

Hundeschule

Es ist jedem Hundehalter zu empfehlen mit seinem Hund eine Hundeschule oder entsprechende Kurse zu besuchen. Unter gleichgesinnten macht das Üben & Lernen 1. mehr Spaß und 2. kann man sich über positives und netatives austauschen und gemeinsam über die Erfolge freuen. Die meisten Hundeschulen bieten Kurse für jede Altersklasse und für jedes Problem an. Ob von Junghundegruppen über Agility oder Begleithundestunden - erlaubt ist was gefällt. Achten Sie bei den entsprechenden Kursen daruf dass der Hund das entsprechende Alter dafür aufweist und es seine physische und psychische Versassung zulässt die Übungen auszuführen. Auf Agility sollte bis zum 12. Lebensmonat verzichtet werden.

Im folgenden möchte ich ihnen einige Anregungen für die Hundeerziehung näher bringen. Diese Übungen können sie so wohl mit ihrem Welpen als auch mit einem älteren Hund durchführen sobald er bei ihnen zu Hause ist. Zuvor aber noch zu zwei wichtigen Grundelementen in der Hundeerziehung...

 

Lob & Tadel

Sind wichtie Elemente in der Erziehung und dabei sollte der Name des Hundes nicht unbeachtet beleiben. Er ist ein wichtiger Bestandteil, man sollte den Namen des Hundes so oft wie es geht benutzen und auch beim Spielen oder Befehlen und beim Fressen verwenden. Ich sage z. B. "Ringo Fressi" , "Ringo Sitz", "Ringo bleib" usw. ABER NIEMALS in Verbundung mit einem Tadel. Der Hund soll seinen Namen immer mit etwas positiven Verbinden. Lob ist eines der Wichtigsten Bausteine in der Erziehung und damit sollte auch nicht gespart werden. Es sollte immer mit hoher, freundlicher Stimme und langgezogenen Worten gelobt werden. "Ringo feeeiiin", "Ringo braaaav", "Ringo guuuut so" und dabei die Leckerlis natürlich nicht vergessen! Mit den Leckerlis nutzen wir den Fresstrieb unserer Hunde positiv für uns aus, sie sollten aber langsam reduziert werden und für den Hund unvorhergesehen kommen. So kann man die Erwartungshaltung dezent steigern und aus jeder Übung etwas positives raus holen. Beim Tadeln oder Strafen sollte man sehr sparsam aber konsequent vorgehen. Oft reicht schon ein böser Blick oder ein strenges "NEIN!" "PFUI!" oder "Knurren" aus. Hunde können sehr wohl an unserer Mimik, Gestik und am Tonfall erkennen das sie etwas falsch gemacht haben. Möglicherweise kann auch mit "Wurfgegenständen" unterstützend gearbeitet werden. Kommt der Hund beispielsweise auf zurufen beim Gassi gehen nicht zu uns können wir ggf. die Leine o.ä. nach ihm werfen, aber nur wenn der Hund nicht damit rechnet und es nicht sieht. Er soll den geworfenen Gegnestand nicht negativ mit uns in Verbindung bringen. Wichtig beim Tadeln ist auch dass das "NEIN" oder "PFUI" direkt nach der ungewünschten Handlung passieren. Erfolgt die "Strafe" erst nach einiger Zeit wird der Hund sie nicht mit dem ungewünschten Ereignis in Verbingung bringen. Bestes Beispiel dafür ist wenn der Hund beim Spazieren gehem einem Vogel oder ähnlichem nachläuft/jagt und auf zurufen erst einige Zeit später zu uns zurück kommt, wenn wir ihn jetzt Tadeln wir er es nicht mit dem Jagen verbinden sondern mit seinem kommen - schon haben wir einen Negativen effekt. Gleiches gilt bei einem Maleur in der Wohnung. Wenn der Hund uns nach unserer Rückkehr freudig begrüßt wird er den Tadel nicht mit seiner Missetat (Pippi auf dem Teppich oder zerfetzte Kissen ect.) in Verbindung bringen, sondern mit unserer Rückkehr - und schon haben wir wieder ein negativen Eindruck. Vermeiden sie also diese Missverständnisse zwischen Ihnen und Ihrem Hund, es könnte die weitere Kommunikation stören und die Bindung verletzen.

 

Blickkontakt

Ein wichtiges Komando in der Erziehung - Blickkontakt. Auch das haben wir schon in den Welpenspieltagen gelernt. Das "Schau her" kann man schon von klein auf sehr gut üben. Dazu hält man sich ein Leckerchen zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wir zwischen die Augen oder an die eigene Nase und sagt zum Hund "Ringo Schau" - wenn der Hund einem aufmerksam in die Augen schaut bekommt er das Leckeri. Somit wird das Komando "Schau" mit etwas positiven verbunden. Verlängern sie die Sequenzen nach aund nach, anfangs genügen schon 2-3 Sekunden. Wenn der Hund nicht her schaut kann man ihm dabei auch auf seine Nase stupst oder sein Kinn in die Hand nimmt und anschließend wieder das Leckerie zwischen unsere Augen/ führen. Sobald der Hund wieder aufmerksam schaut bekommt er das Leckerchen.

 

Sitz oder Sit

Das Sitz ist eines der leichtesten Übungen für den Hund. Es kann indeal im Alltag mit eingebaut werden, beispielsweise beim an- bzw. ableinen, anlgegen der Halsbänder oder aber beim verabreichen der Mahlzeiten. Es fördert die Aufmerksamkeit und die Konzentration. Das Sitz bringen sie dem Hund am leichtesten bei indem sie mit "Ringo Schau" als erstes den Blickkontakt herstellen und dann mit dem ausgestrecken Zeigefinger aufrecht vor dem Hund stehen und das Komando "Ringo Sitz" sagen. Sobald sich der Hund gesetzt hat verabreichen sie ihm das Leckerli und vergessen sie das Loben mit "feeeiiin", "guuuut so" oder "braaaav" nicht! So wird der Hund das Sitz auch immer mit etwas positiven Verbinden. Das geben der Leckerlis kann langsam reduziert werden oder nur noch bei jedem 3-4 mal gegeben werden - aber das LOB sollte niemals fehlen! Meine Hunde werden auch beim Gassi gehen immer mal wieder nach dem heranrufen ins Sitz gebracht, dies ist vor allem vor dem überqueren der Straßen bzw. am Gehsteig während des wartes sehr sinnvoll. Die Verbingund mit Hier und Sitz erläutere ich ein später noch etwas näher.

 


Platz, Down oder Lieg

Für das Ablegen verwende ich das Komando "Down", weil "Platz" bei mir immer bedeutet dass der Hund auf seinen Platz, also ins Körbchen oder auf seine Decke gehen soll - welches Komando sie letzendlich verwenden bleibt natürlich Ihnen überlassen. Das Liegen wird am besten auch aus dem Sitz heraus entwickelt. Lassen sie den Hund wie oben beschrieben absitzen. Nun gehen sie vor dem Hund ein wenig in die Hocke und ziegen mit der Flachen Hand und einer leichten Bewegung von oben nach Unten den Weg ins "Down". Das Leckerli dazu leicht zwischen den Vorderfüßen nach vorne ziehen und dabei das Komando "Ringo Down" verwenden. Die Falche Hand soll also das "runterdrücken" symbolisieren. Liegt der Hund in der gewünschten Position wird ihm das Leckerlie mit einem Lob gegeben. Klappt diese Übung schon gut wäre die nächste steigerun den Hund direkt ins "Down" zu schicken ohne dass er vorher "Sitz" macht.

  

Bleib, Halt oder Stopp

Das Bleib ist ein Komando mit dem der Hund in der Position bleiben soll in die wir ihn gebracht haben, also Sitz bleiben, Platz bleiben. Niemals sollte man jedoch vergessen diese Übung mit einem "Komm", "Hier", "Lauf" oder "Geh" aufzulösen oder mit einer anderen Übung weiter zu machen. Das Bleib kann ideal aus dem Sitz oder Down entwickelt werden. Für diese Übung lasse ich den Hund als erstes absitzen, dann entferne ich mich 1-3 Schritte von Hund weg und gebe dabei mit einer entgegengestreckten Handfläche das Komando "Ringo bleib". Die Ausgestreckte Hand soll ein Stopp symboisieren. Bitte entfernen sie sich anfangs nicht zu weit von dem Hund 2-3 Schritte genügen. Kommen sie danach wieder zum Hund zurück, Loben ihn und geben das Leckerli ab. Danach wird die Übung aufgelöst. Als nächster Schritt kann im Down geübt werden oder dass man den Hund nach dem bleib zu sich heranruft. Eine weitere Steigerung wäre dass wir nach dem Komando "Ringo Bleib" um den Hund herum laufen oder springen. Wie sie sehen kann diese Übung ins unendliche ausgeweitet und kombiniert werden. Auch im Alltag ist das Bleib sehr wichtig. Wenn wir den Hund z.B. vor dem Supermarkt anbinden und zum einkaufen gehen bzw. wieder kommen wird ebenfalls das Komando "Ringo bleib" verwendet und mit dem Handzeichen unterstützt., so weiß der Hund das er warten muss bis wir wieder kommen.

 

Fuß oder geh bei Fuß

Dabei handelt es sich auch um ein wichtiges Komando das wir im Alltag oft benötigen werden. Für diese Übung lasse ich den Hund neben mir absitzen und sage dann "Ringo Fuß" ich zeige das Leckerlie und rucke einmal kurz an der leine und gehe langsam los. Wenn der Hund in Kniehöhe bleibt loben wir ihn und geben das Leckerli, so zeigen wir mit unserer Reaktion dass die Übung richtig ausgeführt wurde. Anfangs reichen eingge Schritte "Fuß gehen" völlig aus. Diese werden auch langsam wieder gesteigert. Läuft der Hund jedoch unkontroliert nach vorne rucken wir kräftig an der Leine und holen ihn in die richtige positiion zurück, ggf. gehen wir auch in eine andere Richtung als der Hund um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Diese Lektion erfordert viel Übung und Geduld, aber der Hund wird irgendwann verstehen was sie von ihm verlangen. Stellen Sie auch immer wieder die Aufmerkamkeit mit dem Komando "Ringo Schau" her. Ziel ist dass der Hund beim "Fuß" gehen freudig und erwartunsvoll zu ihnen hoch blickt und neben ihnen läuft. Sobald das gut klappt kann die Übung ausgebaut werden, indem man bei jedem stehen bleiben den Hund Sitzen lässt und wieder weiter geht.

 

 

Steh oder Stay

Diese Übung kann am besten in Verbindung mit Fuß gelernt werden. Wichtig ist jedoch erst damit zu beginnen wenn das "Fuß" in mit Sitz schon gut funktioniert. Sie gehen wie gewohnt mit dem Komando "Ringo Fuß" los, bevor sie stehenbleiben verwenden Sie das Komando "Ringo Stay" weil sich der Hund beim stehen bleiben ja sonst sofort hinsetzen würde. Falls der Hund sich hinzusetzten möchte versuchen Sie das ganze mit einem Griff unter dem Bauch oder der Brust zu verhindern und verwenden dabei wieder das Komando "Ringo Stay". Wichtig ist das Stehen oft im Wechsel mit Fuß & Sitz zu üben so dass der Hund den Unterschied zu verstehen lernt. Das Stehen ist gerade für Ausstellungshunde ein wichtiges Komando. Deshalb sollten sich künftige Aussteller mit dieser Übung so früh wie möglich vertraut machen.

  

Hier oder Komm

Diese beiden Komandos unterscheiden sich eigentlich nur in einem Punkt in meiner Hundeerziehung. Beim Hier sollen meine Hund zu mir kommen und sich vor oder neben mir absitzen, beim Komm will ich den Hund lediglich heran rufen. Das Hier übe ich beispielsweise oft aus dem Sitz und bleib oder Platz und Bleib - oder einfach nur beim Gassi gehen wenn ich die Hunde heranrufe. Wenn ich Rufe "Ringo Hiiieeer" kommt er meistens freudig angelaufen und setzt sich dann schon brav vor mir ab - dann gibt es natürlich ein Leckerlie und viel Lob. Auch diese Übung wird mit einem "Lauf" oder "Geh" wieder aufgelöst oder mit "Ringo Fuß" ein paar Tritte weiter geführt. Das Komm benutze ich überwiegend wenn ich den Hund zu mir rufen will oder er zu lange unaufmerksam ist. Beispielsweise beim Spazieren gehen, wenn er zu lange an einer Stelle "Zeitung liest". Mit "Ringo Komm" versuche ich den Hund zu überzeugen dass mein Weg besser ist - wenn er mit kommt lobe ich natürlich wieder. Wenn der Hund brav mit gekommen ist kann man die Übung ebenfalls mit einem anderen Komando weiter führen oder beenden. Das Komando "Komm" kann also schon vom ersten Tag an geübt werden... immer wenn man den Hund zu sich ruft benutzen wir es in Verbindung mit seinem Namen, so versteht der Hund schnell was "Ringo Komm" bedeutet.

 

Wie zuvor schon erwähnt nun zum einem weiteren Thema: Dominanz - dazu zählt auch immer wieder die Frage ob der Hund auf die Couch/das Sofa darf oder nicht. Wir haben es wie folgt gehandhabt...



Dominanz

Den meisten wird die aggresive Dominanz bekannt sein, sie äußert sich häufig durch knurren, schnappen oder beißen. Mit der submissiven Dominaz wird jeder Hundebesitzer diese früher oder später einmal konfrontiert werden. Der Hund kommt mit seinem Spielzeug freudig an - wir gehen auf seine Spielaufforderung ein - und schon hat er das erreicht was er wollte....spielen. Ein weiteres Beispiel wäre, wenn der Hund sie an uns schmiegt oder uns gar ansupst und so zum streicheln animiert - und schon wieder hat er erreicht was er wollte - gestreichelt zu werden. Diese Aufzählung könnte man hier endlos ausweiten... Wichtig ist es in diesen Situationen richtig zu reagieren. Lassen sie den Hund am besten absitzen oder eine Übung ausführen und gehen erst dann auf seine Forderung ein - so haben sie den Spieß umgedreht und der Hundedominierung entgegengewirkt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist dass wir in den Augen des Hundes immer das Alphatier also der Rudelführer sein sollten und somit auch der Dominate Teil. Im Alltag äußert sich das in dem wir beispielsweise immer als erstes das Haus, die Wohnung verlassen oder durch die Türe hinein gehen - danach die Hunde. Eine andere Lösung wäre die Hund absitzen zu lassen und dann mit einem "komm rein" das Reich betreten zu lassen. Gleiches gilt für das erobern des Sofas oder Bettes, sofern es Grunsätzlich erlaubt ist , (dies sollten sie vorab mit allen Familienmitglieder klären) oder für die Mahlzeiten, wir Menschen essen immer zu erst. Vielen kleine Regeln im Alltag erleichtern so das zusammenleben ungemein.

Des weiteren ist es sehr wichtig dass sich der Hund an jeder Stelle seines Körpers anfassen lässt, dies ist für spätere Tierarztbesuche unerlässlich. Bauen sie die Berührungen immer wieder in ihre Übungen und Spiele ein.

Thema oder Tabu

Bisher durften all meine Hunde auf die Couch, bis mein Sohn geboren wurde. Ich hatte einfach bedenken dass sich der Hund unaufgefordert auf dei Couch legen und das Baby verletzen könnte. Von diesem Zeitpunkt an durfte weder Liena auf die Couch noch Ringo. Er hat es von klein auf gelernt nicht hoch zu gehen. Liena hingegen hat es gelernt nur auf die Couch zu gehen wenn einen entprechende Decke da liegt und ich es ihr erlaube. Das kommt aber seit dem "Zwiethund Ringo" nur noch shehr selten vor. Sollte Ihr Hund unaufgeofordert auf das Sofa hüpfen schupsen sie ihn mit einem "NEIN" wieder nach unten. Der Hund muss lernen erst mit der Erlaubnis oder Aufforderung "Hoppa" aufs Sofa zu dürfen. Dies ist schließlich der Platz des Rudelführers - unser Platz!

  

Ab auf deinen Platz!

Nun möchte ich das Thema "Platz" noch einmal aufgreifen. Ich verwende das Komando "Platz immer" wenn der Hund auf seinen Platz (Dekce/Körbchen) gehen soll. Es kann nämlich sehr nervig und lästg sein wenn sich der Hund ständig zwichen den Beinen befindet wenn man in der Küche das Essen zubereitet, oder er neben dem Esstisch steht und zu betteln anfängt. Ich sehe es auch nicht gerne wenn die Hühnerhälse oder Ochsenschwänze auf meinem Wohnzimmerteppich verspeist und danach schleimige Flecken hinterlassen werden. Bei all diesen Situationen schicke ich die Hunde mit dem Komando "Ab auf den Platz" in Ihr Körbchen/Box/Decke - oft auch mit dem Komando "Bleib"

Harnsäurenproblematik

Harnsäureproblematik beim Dalmatiner

Der Dalmatiner gehört im Allgemeinen zu den sehr gesunden Hunderassen, aber wie viele andere Rassen hat auch der Dalmatiner seine Besonderheiten. Für den Halter ist es deshalb wichtig, über diese Eigenheiten Bescheid zu wissen, um Krankheiten vorbeugen zu können und im Krankheitsfall richtig handeln zu können.Eine Besonderheit des Dalmatiners ist, dass er etwas mit uns Menschen im Gegensatz zu allen anderen Hunderassen gemeinsam hat – er scheidet zu viel Harnsäure im Urin aus! Ein Gerücht besagt, dass das der Grund ist, dass Dalmatiner in unserer Menschennase nicht so sehr nach „Hund“ riechen, wie andere Hunderassen, ob das stimmt, man kann ja mal schnüffeln ;) Beim Menschen kann eine zu hohe Harnsäure zur Gicht führen, beim Dalmatiner kann es zu Steinen in der Blase, der Niere oder des restlichen Urogenitalsystems sowie letztlich zum Nierenversagen kommen. Warum das so ist, was man vorbeugend dagegen tun kann und was im Krankheitsfall zu tun ist, soll hier erläutert werden.

Warum scheidet der Dalmatiner zu viel Harnsäure im Urin aus und was passiert genau?
Dalmatiner haben eine, bzw. wahrscheinlicher sogar mehrere genetische Veränderungen, die die Purinverarbeitung stören, so dass vermehrt Harnsäure mit dem Urin ausgeschieden wird (Hyperurikosurie). Purine sind Bestandteile der Nukleinsäuren, kommen also in der DNA und RNA, also der Erbsubstanz der Zellen, vor. Tierische Lebensmittel enthalten diese besonderen Eiweißbestandteile vor allem in der Haut und in Innereien, hier ist der Gehalt an Purinen besonders hoch. Purine können aber auch vom Körper selbst gebildet werden, da sie wichtige Bestandteile der Zellen sind. Eiweiße/Proteine in der Nahrung werden durch den Verdauungsapparat des Hundes in die Grundbestandteile zerkleinert, die Purine Adenosin und Guanin werden dann durch Enzyme weiter gespalten, so dass über das Zwischenprodukt Harnsäure letztlich das gut im Urin lösliche Allantoin entsteht, das durch die Niere dann problemlos ausgeschieden werden kann. Beim Dalmatiner sorgt aber ein genetischer Defekt dafür, dass die Umwandlung von Harnsäure in Allantoin nicht richtig funktioniert. Das Enzym Urikase, das Harnsäure zu Allantoin konvertiert, ist in Leberzellen (Peroxisomen) gespeichert. Die Harnsäure muss in die Leberzellen transportiert werden, damit Harnsäure in Allantoin umgewandelt werden kann. Dalmatiner haben normale Urikasewerte im Vergleich zu anderen Hunderassen, aber Dalmatiner haben einen abnormalen Harnsäuretransport über die Lebermembran in die Leberzelle hinein. Außerdem scheinen Dalmatiner weniger Harnsäure in den proximalen Nierentubuli zu reabsorbieren und haben noch zusätzlich auf Grund eines Membrantransportdefekts eine aktive Ausscheidung von Harnsäure in den distalen Nierentubuli. D.h. zusätzlich zum Transportproblem in die Leberzellen hinein, das zu einer verminderten Umwandlung von Harnsäure in Allantoin führt, gibt es noch ein weiteres Problem in der Niere. Es wird in der Niere weniger Harnsäure aus dem Harn zurück ins Blut geleitet im Vergleich zu dem Nierensystem bei anderen Hunden, und zusätzlich wird noch vermehrt Harnsäure aus dem Blut in den Urin durch die Niere ausgeschieden im Vergleich zu anderen Hunderassen. Diese drei Probleme, also ein Lebertransportproblem der Harnsäure, eine verminderte Reabsorption und eine aktive vermehrte Ausscheidung der Harnsäure durch die Niere führt somit zu einem erhöhten Harnsäuregehalt im Urin. Dalmatiner nehmen eine Mittelstellung zwischen Menschen und Hunden anderer Rassen ein, insofern, dass sie Allantoin zu Harnsäure im Verhältnis 1:2 bis 1:3 ausscheiden. Studien zeigen, dass Hunde normalerweise zwischen 15 und 40 mg/Tag Harnsäure im Urin ausscheiden, Dalmatiner jedoch zwischen 300 und 800 mg/Tag (1).

Hier der Ablauf der Enzymkette vom Purin bis zum Ausscheidungsprodukt: Adenosin -> (Enzym Adenosin-desaminase) Inosin -> (Enzym Nucleosid-phospharylase) Hypoxanthin -> (Enzym Xanthin-oxidase) Xanthin -> (Enzym Xanthin-oxidase) -> Harnsäure ->(Enzym Urikase) //Allantoin Guanosin - >(Enzym Nucleosid-phosphorylase) Guanin -> (Enzym Guanin-desaminase) Xanthin, dann s.o.

Wie, wo und wie oft entstehen Steine im Urintrakt von Dalmatinern?
Die prozentuelle Häufigkeit von Dalmatinern mit auf Steinbildung zurückzuführenden Symptomen und Erkrankungen ist nicht bekannt. Bezogen auf die amerikanische Population wird eine Häufigkeit von ca. 25 % angenommen, allerdings ist nicht bekannt, ob dies unter- oder überschätzt ist. Eine symptomatische Steinbildung im Urinsystem tritt am häufigsten im 2.Lebensjahr des Hundes auf. Im Gegensatz zu den Struvitsteinen, die bei allen anderen Hunderassen als häufigste Steinart im Urinsystem vorkommen, sind die häufigsten Steine beim Dalmatiner Uratsteine (=Harnsäuresteine). Hiervon sind wiederum ca. 90 % Ammoniumuratsteine. 97% der Steine werden in der Blase gefunden, die restlichen Steine bilden sich in der Niere oder dem Harnleiter.

Was ist bei der Ernährung zu beachten, wenn purinreduziert gefüttert werden soll?
Es sind also wirklich die Purine das Problem, und nicht generell nur das Protein bzw. der Eiweißgehalt! Man muss immer schauen, woraus sich das Protein zusammensetzt. Bei Problemen gilt also: stark purinhaltige Speisen sollten so gemieden oder nur eingeschränkt gefüttert werden, es muss aber nicht notwendigerweise extrem proteinarm gefüttert werden. Die meisten Hunde werden mit Trockenfutter ernährt. Gute Trockenfutter erkennt man häufig daran, dass die Hersteller die Inhaltsstoffe möglichst detailliert angeben. Eine Prozentangabe der einzelnen Zutaten und eine genaue Aufschlüsselung der Proteinquellen ist jedoch trotzdem meist nicht vorhanden. Der Puringehalt ist nirgends angegeben und kann auch durch die relativ ungenauen Angaben kaum ausgerechnet werden. Somit bleibt nur, ein Trockenfutter auszuwählen, das einen nicht zu hohen Proteingehalt hat (d.h. unter 23%) enthält. Zudem ist ein Trockenfutter zu empfehlen, das als Getreide vor allem Reis oder Weizen als Kohlenhydratlieferant enthält, da diese einen relativ niedrigen Puringehalt haben. Bei Nassfutterfütterung gilt entsprechendes. Hier ist zu beachten, dass der generell niedrigere Rohproteingehalt, der auf den Dosen angegeben ist, durch den im Vgl. zum Trockenfutter deutlich höheren Wassergehalt zustande kommt. Häufig findet man hier umgerechnet auf die Trockensubstanz sogar einen höheren Proteinwert als bei einem zu vergleichenden Trockenfutter. Deshalb sollte man wie beim Trockenfutter besonders auf die Inhaltsstoffe achten und z.B. das Nassfutter durch Milchprodukte oder Getreideflocken mit niedrigem Puringehalt ergänzen. Bei Hunden, die durch BARF (Bones and raw food/biologisch artgerechte Rohfütterung) oder Selbstgekochtes ernährt werden, ist eine purinarme Ernährung mit ein bisschen Hintergrundwissen natürlich besser zu steuern. Hier sollte auf Innereien inkl. Pansen weitgehend verzichtet werden, da diese massiv hohe Purinwerte enthalten. Bzgl. der Proteinquellen können – soweit der Hund dies verträgt – sehr gut Milchprodukte einen Teil des Proteinbedarfs statt Fleisch abdecken, da diese ebenfalls sehr wenig Purine enthalten. Dies gilt auch für Käse, der ja gerne als Leckerchen zwischendurch eingesetzt wird und problemlos gefüttert werden kann. Bei zusätzlicher Getreidefütterung sollte man hier auch auf die Auswahl der Getreidesorten achten. Z.B. sind Buchweizen und Grünkernmehl in Bezug auf den Puringehalt ungeeignet, da sie fast soviel Purin enthalten wie Muskelfleisch. Zu empfehlen sind wie oben bereits gesagt, Weizen, Reis, Roggen oder auch Nudeln. Hülsenfrüchte sollten ebenfalls wegen hoher Werte nicht gefüttert werden (Erbsen, Bohnen, Linsen). Dagegen sind die Unterschiede bzgl. des Puringehaltes von Muskelfleisch verschiedener Tierarten eher zu vernachlässigen. Eine Ausnahme bildet das ebenfalls zum Muskelfleisch zu zählende Herzmuskelfleisch, das einen etwas höheren Puringehalt als das sonstige Muskelfleisch aufweist.

Achten sollte man auch auf die Auswahl von Leckerchen für Zwischendurch. Viele dieser Leckereien besitzen hohe Protein- und ggf. auch Purin-werte, ähnlichen denen von Fleisch, so dass auch hier auf die Auswahl genau geachtet werden sollte (Trockenpansen etc).

Müssen „gesunde“, d.h. bis zum aktuellen Zeitpunkt nicht unter Nieren- oder Steinproblemen leidende Dalmatiner purinarm ernährt werden? Was wird üblicherweise zur Prophylaxe empfohlen?
Hierüber gibt es keine verlässliche Studie. Niemand weiß jedoch im Vorhinein, ob sein Dalmatiner Uratsteine bildet oder bilden wird. Fakt ist, dass die Veranlagung hierzu durch den genetischen Defekt bei jedem Dalmatiner besteht.Auf Grund dieser Unsicherheit sind auch die Empfehlungen unterschiedlich und reichen von völlig „normaler“ Ernährung bis zur Empfehlung „Proteingehalt im Trockenfutter unter 20 %. Wer sichergehen möchte, sollte regelmäßige Kontrollen des Nüchtern- Urin-PHs (kann durch den Halter selbst durchgeführt werden) sowie Urinsedimentuntersuchungen und laborchemische Untersuchungen der Nierenwerte und Elektrolyte beim Tierarzt durchführen lassen. Der Urin-PH-Wert sollte idealerweise bei 6,5 bis 7,0 liegen. Werte unter 6,5 zeigen einen zu saueren Urin mit erhöhtem Risiko für eine Uratsteinbildung an. Sollten mehrere Messungen den zu sauren Urin bestätigen, sollte eine Umstellung der Ernährung in Absprache mit dem Tierarzt erwogen werden. Bei Werten, die mehrmals über 7,5 liegen, kann als Ursache ein Harnwegsinfekt mit Bakterien vorliegen, manchmal auch in Kombination mit Steinen. Auch hier sollte ein Tierarzt zur genaueren Abklärung konsultiert werden.


Vorbeugend sollte dem Dalmatiner – wie jedem Hund – jederzeit ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen und idealerweise sollte sich der Hund alle 4 bis maximal 6 Stunden lösen können, um die Blase „auszuspülen“. Zudem gehen die Empfehlungen bzgl. des Zeitpunktes einer Kastration beim Rüden dahin, den Hund nicht vor dem 2. Lebensjahr kastrieren zu lassen, damit die Geschlechtsorgane sich normal entwickeln können und die Harnwege nicht unterentwickelt und klein bleiben. So kann einer Verlegung der Harnröhre durch Blasensteine (Notfall! Wenn der Hund Schmerzen beim Urinieren zeigt oder keinen Urin lassen kann, SOFORT zum Tierarzt!) und letztlich einem Nierenversagen vorgebeugt werden. Die Therapie bereits erkrankter Tiere enthält üblicherweise eine Futterdiät, ggf. in Kombination mit einer medikamentösen Therapie. Meist können auch größere Steine hiermit wieder aufgelöst werden oder so verkleinert werden, dass sie durch die Harnröhre ausgeschieden werden können. In Einzelfällen kann jedoch auch eine Operation unumgänglich sein. Die Therapie von Hunden mit Steinleiden soll in jedem Fall von einem Tierarzt geleitet werden.

Quellen:
(1) Independent Scientific Review Dalmatian Urinary Uric Acid Assessments Backcross Dalmatian Project, I.B. Krukenkamp, MD, FACS, FAHA, July 5, 2006

(2) Case, L.C., and coauthors: Urolithiasis in Dalmatians: 275 cases (1981-1990), Journal of the American Veterinary Medicine Association 203: 96-100 (July 1) 1993.

(3) The Dalmatian Club of America. Fifteen Years’ Data of almost 3,000 Dalmatian urinary stones. Study Group on Urinary Stones Research Committee Dalmatian Club of America

(4) Veterinary Internal Medicine

(5) mit freundlicher Unterstützung von Dr. Vera Engelbertz

Hüftgelenksdysplasie HD

Warum das (Vor-) Röntgen auf HD für jeden Besitzer und Züchter wichtig ist!!!

Für JEDEN Halter ist es sinnvoll und wichtig zu wissen, wie er seinen Hund sein Leben lang belasten darf, damit dies möglichst beschwerdefrei bis ins hohe Alter bleibt.

Hundehalter, die Sport mit ihrem Hund betreiben möchten sind sich meist ohnehin bewusst, wie wichtig genaue Kenntnisse über die Belastbarkeit der Hüfte ihres Hundes sind. Doch der Hundehalter, der seinen Hund "nur" als Partner und Familienmitglied hält, sollte genauso sicher sein, dass es seinem Tier gut geht. Das Röntgen gibt Auskunft über die genaue Hüftsituation. Der spezialisierte Tierarzt wird einem nach dem Röntgen genau sagen können, ob man seinen Hund voll belasten darf oder ob man ihn in gewisser Weise schonen muss, anders belasten muss, damit er problemlos alt werden kann. Wenn eine HD-Diagnose festgestellt wird, kann der Tierarzt Tipps geben, wie man seinen Hund evt. beschwerdefrei halten kann.

Bei einer Vorröntgung kann man oft Anfangsschädigungen feststellen, die man nach Anweisung des Tierarztes behandelt, so dass es nicht mehr zu einer ED oder HD kommen muss. Wird solch ein Hund nicht vorgeröntgt, ist die Anfangsschädigung nicht bekannt und eine ED oder HD wird sich ausbilden.

Dass dieses Wissen also für die Halter eine wichtige Information für die gemeinsame Zukunftsplanung mit seinem Hund ist, das liegt auf der Hand. Nicht allein dem Züchter zum Gefallen sollte man seinen Hund untersuchen lassen. Wir sind es auch den Tieren, die uns ihr Leben lang so viel geben schuldig, schon alleine zur Optimierung ihrer Lebensqualität. Die HD ist nun einmal für viele Rassen, nicht von der Hand zu weisendes Problem und wird es in absehbarer Zeit auch noch bleiben. Jeder Züchter und auch der neue Besitzer muss bemüht sein, ihr zu Leibe zu rücken. Als Züchter liegt die Verantwortung darin, möglichst sinnvoll und gut durchdacht zu verpaaren. Das geht aber nur, wenn möglichst viel über die genetischen Hintergründe der einzelnen Zuchtlinien in Erfahrung zu bringen ist. Unter anderem geht es hier um das Ergründen solcher Fragen wie: Welche Verpaarungen mit welchen Linien passen zueinander und was vererbt sich überhaupt linienspezifisch? Die hier gewonnenen Erkenntnisse gilt es dann als Züchter sorgfältig zu analysieren und anzuwenden. Dazu ist der Züchter darauf angewiesen, dass möglichst alle Hunde seines Wurfes untersucht sind. Einzelne untersuchte Hunde zeigen zwar ein kleines Bild, sie geben aber zu wenig Auskunft. Die Genetik ist ein sehr, sehr umfangreiches und vor allem, noch lange nicht voll erforschtes Gebiet. Da die Vererbungswege genetisch noch immer nicht lückenlos aufgeschlossen und ergründet sind, haben auch die Züchter, bei noch so gutem Willen und noch so fundiertem Linienwissen, immer noch nur begrenzte Möglichkeiten zur erfolgreichen HD Bekämpfung. Wollen die Züchter die HD langfristig erfolgreich bekämpfen, sind wir auf möglichst viele Daten von möglichst vielen Verpaarungen und Zuchtlinien angewiesen! Je mehr Daten wir nun erhalten, desto effektiver können wir diese verarbeiten und die HD bekämpfen. Die Verantwortung kann jedoch nicht nur beim Züchter alleine liegen, sondern der Besitzer kann und sollte hier seinen kleinen Teil dazu tun!

JEDER HALTER SOLLTE SEINEN HUND UNBEDINGT RÖNTGEN LASSEN !!!

So hat JEDER die Möglichkeit dazu beizutragen, dass möglichst viele Daten gesammelt und zur Verwertung zur Verfügung gestellt werden können.

Warum nun ist gerade das Auswerten so wichtig bzw. zum Röntgenfacharzt zu gehen? Es ist bei Tierärzten nicht anders als bei Medizinern im humanmedizinischen Bereich. Für menschliche "Wehwehchen" gibt es Fachärzte für jeden Bereich. Unser Hausarzt wird ggf. zu dem richtigen, kompetenten Facharzt überweisen. Bei Tierärzten sieht es ähnlich aus. Es darf zwar jeder Tierarzt, der das Geld für ein Gerät hat, Röntgenbilder erstellen. Ob er aber die FACHKOMPETENZ hat diese auch ganz korrekt nach allen Kriterien auszuwerten, ist eine ganz andere Sache. Im humanmedizinischen Bereich ist es für uns selbstverständlich, für spezielle Probleme und Erkrankungen, spezielle Fachärzte aufzusuchen. Warum sollte das im veterinärmedizinischen Bereich anders sein? Warum sollte man hier dem Haustierarzt genauso viel Kompetenz zutrauen wie einem Spezialisten? Dafür gibt es eigentlich keinen plausiblen Grund, oder ? Sie glauben gar nicht wie oft es vorkommt, dass Haustierärzte die Beurteilung einer Hüftsituation vornehmen und diese Beurteilung anders aussieht, als die Beurteilung derselben Bilder vom kompetenten Fachmann!!! Es ist gar keine Seltenheit, das von Haustierärzten mit HD frei beurteilte Tiere, später, ausgewertet, mit ganz anderen Ergebnissen, bis hin zum Urteil - schwere HD - wieder kamen. Aus diesem Grund schreibt der DNK zur Zuchtzulassung eines Hundes eben gerade die Auswertung bei einer zentralen Auswertungsstelle vor. Nur so kann man sicher gehen, dass die Beurteilung der Hüftsituation wirklich korrekt ist und alle Hunde unter den gleichen Bedingungen und mit der gleichen Kompetenz ausgewertet werden. Um keine böse Überraschung hinterher zu erhalten, ist es eben anzuraten, die Aufnahmen von einem Röntgenfacharzt vornehmen zu lassen.

Bezüglich der HD- Röntgenordnung gibt es gravierende Unterschiede: Bei einem, dem VDH nicht unterstellten Verein gibt es häufig nicht mal eine Röntgenpflicht. Hat ein Verein das Röntgen zur Auflage gemacht, gibt es in der Regel aber keine zentrale Auswertungsstelle. Jeder Haustierarzt kann die Beurteilung der Röntgenaufnahme vornehmen. Hiermit sind viele ganz einfach überfordert. Wen wundert es hier noch, dass Hunde aus diesen Zuchten einen geringeren Prozentsatz an HD- betroffenen Tieren lt. Auswertungsurteil aufweisen? Das Gleiche gilt auch für einige Länder, aus denen Hunde importiert werden können. Die Diagnosestellung ist hier noch nicht ausgereift, was bedeutet, viele Hunde haben einen wesentlich besseren HD-Status in ihren Papieren stehen, als dieses tatsächlich der Fall ist. Nun, zum Schluss bitte ich noch darum, mich nicht falsch zu verstehen. Da die Wege der Genetik sehr verschlungen sind, ist auch ein Hund aus einer so genannten VDH-Zucht kein Garant für HD- Freiheit. Das Ganze ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Es ist nun mal erwiesen, dass die Selektion der Zuchttiere aus gesunde Hüften eine höhere Wahrscheinlichkeit bringt, dass gesunde Nachzucht geboren wird. Die Aufzucht und Haltung eines Welpen/Junghundes ist mit von entscheidender Bedeutung! Da ja nun wohl jeder, der sich einen Hund als Partner und Familienmitglied zulegt, diesen möglichst bis ins hohe Alter gesund und fit erleben möchte, liegt es im eigenen Interesse jedes Käufers, einen Hund aus einer Zucht zu erwerben, die sich den strengen Zuchtvorschriften des VDH unterwirft.

Bild- und Textquelle: gefunden im Internet über Googel, Autor unbekannt.
Solle der Text und das Bild von Ihnen sein erbitten wir eine kurze Nachricht dass wir den entsprechenden Link bzw. Quelle korrekt setzten können. Vielen Dank!

Lungenwürmer - sie breiten sich in Deutschland aus....

Die Gefahr lauert im eigenen Garten. Leider oft fehldiagnostiziert und falsch behandelt, werden sie zur Lebensgefahr.
Wirte: Jede Schneckenart, Frösche, Kröten und Igel

Infektionsbereiche: Jeder Weg, den z.B. eine infizierte Schnecke zurück gelegt hat.
Quasi jeder Grashalm,  Kontakt mit Igelausscheidungen, oder auch eine Vogeltränke können zum Infektionsherd werden.

Symptome: Das befallene Tier ist zunächst vollkommen unauffällig. Plötzlich springt es auf und fällt um. Die Tiere können schnell reanimiert werden und verhalten sich bereits nach kurzer Zeit wieder normal. Ab uns zu räuspert sich das Tier oder zeigt ein kurzes hüsteln. Mehr röchelnd. Dann tritt chronischer Husten ein. Blutungsneigungen treten auf, auch im Auge.

Fehldiagnosen: Da sich die "Anfälle" wiederholen, wird sehr häufig Epilepsie diagnostiziert. Sehr oft wird ebenso eine Bronchitis vermutet. Nach Antibiotikagaben wird es auch für kurzes Zeit besser, aber dann kehren die Symptome zurück. Auch eine Herzerkrankung gehört zu den häufigen Vermutungen.

Was machen die Rundwürmer: Die Rundwürmer besiedeln die Lunge und durchbohren die Organe. Konstant immer schwillt die rechte Herzseite. Sie lösen Husten aus und führen unbehandelt zum Tod.

Die richtige Diagnostik: 3 Tage Kot sammeln und untersuchen lassen. Immer eine Röntgenaufnahme vornehmen lassen. Es zeigt sich die Herzverdickung und auf der Lunge sind weiße Sprenkel sichtbar.

Die richtige Behandlung: Zunächst muss für einige Zeit Antibiotika gegeben werden, um die Entzündungen in den Griff zu bekommen. Dann muss das Einziges, auf dem Deutschen Markt befindliche, zuverlässige Mittel Advocate eingesetzt werden. Ein anderes Mittel gibt es nicht. Die Behandlung muss dem Zyclus des Wurmes entsprechend wiederholt werden.

Vorsorge: Tummelplatz für Kröten und Frösche von den Tieren abgrenzen. So weit es möglich ist, alle Schnecken entfernen. Igel, wenn man sie fangen kann, in den Wald oder ins Feld bringen.

Rundwürmer gehen auch auf den Menschen über!

Bildquelle: Parasitenfrei

Pflegehinweise

Persönliche Tipps 

Ein Dalmatiner ist nur schön wenn er gepflegt ist. Trotz des kurzen Haarkleides sollten bei der Fellpflege einige Dinge beachtet werden. Zur Pflege gehörrt nicht nur das Fell sondern auch die Augen & Ohren, die Zähne so wie die Krallen & Ballen. Auf dieser Seite möchte ich einiges für die Prasix und das Hegen & Pflegen weiter geben. Gewöhnen Sie auch ihren Welpen schn früh genug an das Prozedere.

Haut & Haar

Dalmatiner haaren das ganze Jahr über, deshalb sollten sie nach Möglichkeit 1-2 mal Pro woche mit einem Gummistriegel und einer "Schmuseburste" ausgebürstet werden. Als Finisch kann mit einem feuten "Autoleder" ein besonderer Glanz verliehen werden. Da der Dalmatiner ein eher selbstreinigende Fell besitzt muss er so gut wie garnicht gebadet werden. Bei einem nassen und verschmutzten Dalmatiner reicht es oft aus ihn mit einem feuchten Tuch sauber zu rubbeln. Doch hin und wieder lässt es sich eine Dusche nicht vermeiden weil sich der Hund in Odel, Fuchs- oder Wildschweinkot gewälzt hat. Wichtig ist jedoch dass nach dem Baden der natürlichenSäure- und Fettgehalt der Haut und des Haarkleides wieder hergestellt wird. Dazu sollten der Dalmatiner nach dem Trocknen mit etwas Apfelessing, dem ein paar Tropfen Sonnenblumen- oder Distelöl beigemengt sind, eingerieben werden. Sie werden staunen dass ihr getupfter Freund wie eine Speckschwarte glänzt! Dieser "Geheimtipp" ist auch ein besonders gutes Mittel vor jeder Ausstellung.

Augen & Ohren

Kontrolieren sie täglich die Augen und Ohren Ihres Dalmis. Entfernen sie mit den Fingern ggf. die festgeklebte Tränenflüssigkeit, unter Umständen können sie auch ein Feuchtes Tuch zur Hilfe nehmen. Die Ohren sollten ebenfalls mindestens 1 mal die Woche kontroliert werden. Erfahrungsgemäß leiden Dalmatiner auch hin und wieder an leichten Ohrenentzündungen die durch eine Art "Hefepilz" entstehen. Das Innenohr ist meist gerötet und es riecht oft estwas streng wenn man die Ohrlappen nach oben klappt. Zum Säubern nehmen sie bitte eine angefeuchtete Küchenrolle o. ä. und reinigen die Ohrmuschel vorsichtig. Unterstützend können sie behutsam mit einem Wattestäbchen den Gehörgang reinigen - aber bitte nicht zu tief hinen gehen. Untertützend können Sie ein wenig der Mycofug-Lösung oder Antifungol (in der Apotheke erhältlich) in den Gehörgang tröpfeln und vorsichtig einmassieren. Nachdem sich der Hund geschüttelt hat bitte die Überschüssige Flüssigkeit mit einem Tuch abnehmen. Liena hatte dieses Problem immer mal wieder, vor allem wenn sie zu viel Eiweißreiches Trockenfutter bekam, oft waren die Ohren im Wechsel davon betroffen, deshalb bekam ich den Tipp immer beide Ohren zu behandeln. Nach der Behandlung bitte Händewaschen nicht vergessen!

Kraftvoll zubeissen

Mit diesem Stichwort kommen wir auch schon zur Zahnpflege. Man kann sie natürlich auch ohne "Zähneputzen" sauber und gesund halten. Dazu sollte der Dalmatiner so oft wie möglich rohe Knochen (z.B. Ochsenschwanz, Markknochen, Schinkenknochen oder Ochsenzieer ect.) bekommen. Durch das Nagen und Kauen wird der Speichelfluss angeregt und trägt so zu einer besseren Zahnreinigung bei. So kann man gleich zwei Fiegen mit einer Klappe schlagen, der Hund ist mit seinem Fressen beschäftigt und bekommt gleichzeitig Gesunde und Kräftig saubere Zähne und hat ein bliz blankes Gebiss. Bitte beachten sie dass die Knochen vorher niemals gekocht werden dürfen weil durch das Splittern eine hohe Verletzungsgefahr besteht . Weiter Tipps zur Ernährung finden sie unter der Rubrik Fütterung.

Krallen & Ballen

Wenn man wie ich viel auf weichen Wald- und Wiesenböden mit Hund und Pferd unterwegs ist wird es sich nicht vermeinde lassen hin und wieder die Krallen zu stutzen. Dazu sollte man jedoch immer eine spezielle Krallenschere benutzen. Die Wolfskralle an den Vorderbeinen sollten in jedem Fall immer wieder kontrolieren. Die Krallen sollten beim schneiden nicht zu weit abgezwickt werden. Bei den weißen Krallen kann man das "Leben" sehr gut erkennen. Schneiden Sie das Horn der kralle max. 2-3 Milimeter vor dem Innenleben ab. So haben sie bei den dunklen Krallen einen ungefähren Anhaltspunkt, weil man hier die Innenkralle nicht so gut erkennen kann. Im Winter werden die Ballen der Hunde durch den Splitt und das Streusaltz oft rauh und spröde. Hier kann man sich eines ganz einfachen Mittels behelfen. Die Ballen einfach mit ein wenig Vaseliene oder Melkfett einschmieren. Verwenden sie dieses "Hausmittel" aber nicht zu häufig - es kann sein dass die Ballen so anfälliger für Verletzungen werden wei sie weich geworden sind.

Wenn Sie diese Grundregeln der Pflege beachten wird Ihr Hund es Ihnen danken!

Vestibulärsyndrom

Der Schlaganfall beim Hund

Sicherlich hat sich jeder der mit seinem Senioren-Hund zusammenlebt schon einmal gefragt, wie lange man die gemeinsame Zeit noch genießen darf...?

Doch aus eigener Erfahrung nimmt man von diesem Gedanken wieder ganz schnell Abstand wenn die Veteranen noch quietschfidel sind, so auch bei uns.

Was ist passiert?

Unsere fast 14-jährige "Liena" ist aus heiterem Himmel vom Vestibulärsyndrom heim gesucht worden und von einer Minute auf die andere veränderte sich unser Leben auch schlagartig - Liena konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und nach mehreren Versuchen sich aufzuraffen lief sie orientierungslos im Kreis, hechelte stark, die Hinterhand sackte weg und die Pupillen rasten wie wild hin- und her - für uns war es ein totaler Schock!!!

Auf dieser Seite möchten wir unsere Erfahrung mit dieser Krankheit weitergeben und auch dem ein oder anderen Hundehalter Mut machen nicht zu schnell aufzugeben, denn eigentlich stehen die Heilungschancen in solchen Fällen nicht schlecht - aber man braucht sehr viel Geduld!

Was ist das Vestibulärsyndrom eigentlich?

(Vestibuläres Syndrom, Geriatrisches Vestibulärsyndrom, Geriatrisches Vestibularsyndrom, Idiopathisches Vestibulärsyndrom, Idiopathisches Vestibularsyndrom)

Diese Bezeichnungen stehen für eine Störung des Gleichgewichtsorgans, auch Vestibularapparat genannt. Dieser befindet sich im Innenohr. Die Folge sind Störungen der Bewegung und der Orientierung im Raum bzw. Störungen der Bewegungskoordination. Geriatrisch bezeichnet die Altersgruppe näher, bei der dieses Krankheitsbild häufiger auftritt, nämlich ältere Tiere, allerdings können auch jüngere betroffen sein. Idiopathisch steht in der Medizin für eine unbekannte Ursache, es gibt keinen offensichtlichen Grund für diese Krankheit, lediglich Theorien über die Entstehung.

Das für Tierhalter erschreckende an dieser Erkrankung ist, dass sie ohne jede Vorwarnung auftritt, das sich eben noch vollkommen normal verhaltende Tier kann unter Umständen umfallen und sich nicht mehr aus eigener Kraft erheben. Dazu kommt eine Kopfschiefhaltung (die kranke Seite zeigt nach unten), evt. eine Schiefhaltung des Ohres (wenn möglich auf Grund der Form). Oft haben die Tiere Mühe, geradeaus zu laufen, sie wirken wie Betrunkene, erscheinen desorientiert. Einige laufen im Kreis oder können, wenn sie schwer betroffen sind, eben nicht mehr aufstehen. Sehr viele Tiere zeigen gerade anfänglich und in den ersten Tagen ein Zucken der Augäpfel von einer Seite zur anderen (oder wie kreisend), das medizinisch Nystagmus genannt wird, möglich ist auch Schielen (Strabismus). Tiere, die schwerer betroffen sind, fühlen sich ähnlich Menschen die Karussell fahren, ihnen ist schlecht, übel und teilweise erbrechen sie. In den meisten Fällen aber fühlen sich die Tiere relativ wohl und können fressen und Wasser trinken, benötigen hier aber mitunter Hilfe, da durch den Schwindel der Weg zu den Näpfen und deren genaue Lokalisation schwierig ist. Oft ist es dann hilfreich, aus der Hand zu füttern. Da diese Auswirkungen einer vestibulären Störung beim Tier den Symptomen eines menschlichen Schlaganfalles sehr ähnlich sind, verwenden manche Tierärzte den Begriff „Schlaganfall“ in der Erklärung für die Besitzer, da dies deren Verständnis oft erleichtert. Das Vestibular-Syndrom als Störung des Gleichgewichtsorgans ist jedoch medizinisch nicht gleich zu setzen mit dem Schlaganfall (Apoplexie) als Folge einer Durchblutungsstörung im Gehirn mit anschließendem Absterben von Hirnzellen. Die beschriebenen Symptome werden alle ausgelöst durch eine Störung im Gleichgewichtsorgan, dessen kompliziert aufgebautes System aus drei halbkreisförmigen Bogengängen und zwei miteinander verbundenen Säckchen besteht. Dieser Vestibularapparat liegt gleich am Ohr und übermittelt dem Gehirn die Position des Körpers im Raum, anhand dieser Informationen werden die Bewegungen des Körpers abgestimmt. Ist diese Orientierung im dreidimensionalen Raum gestört, kann das Gehirn die Bewegungen des Körpers nicht mehr entsprechend dessen Lage koordinieren, der Körper gerät aus dem Gleichgewicht.

Diese Erkrankung kann bei allen Tierarten wie beispielsweise Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen (hier gibt es interessanterweise eine Häufung der Fälle bei Katzen im mittleren Lebensalter und in den Spätsommer- bzw. Herbstmonaten) und Hunden auftreten. Da die Ursache nicht genau bekannt ist, gibt es keine spezielle Therapie, dennoch ist der Gang zum Tierarzt sinnvoll. Denn die Symptome können auch auf andere schwerwiegende und oft behandelbare Erkrankungen hinweisen, diese gilt es auf jeden Fall auszuschließen. Zu diesen so genannten Differentialdiagnosen gehören Ohrenentzündungen wie die Otitis media oder interna, Fremdkörper, Tumore, Infektionskrankheiten, Staupe, Toxoplasmose bei Hund und Katze, FIP bei Katzen oder Meningoenzephalitis, auch einige Medikamente können toxisch auf das Hör- und Gleichgewichtsorgan wirken. Darüber hinaus kann der Tierarzt auch die Auswirkungen des Vestibular-Syndroms, sofern sich der Verdacht bestätigt hat, lindern.

Bei sehr schwer betroffenen Tieren kann eine Infusionstherapie mit durchblutungsfördernden Mitteln, die die Kreislauf- und Gehirndurchblutungssituation verbessern, durchgeführt werden, hierfür muss das Tier meist stationär aufgenommen werden. Bei den weniger gravierenden Fällen kann mit Medikamenten Erbrechen und Übelkeit gestoppt, evt. mit durchblutungsfördernden Mitteln und Vitaminen die gesamte körperliche Situation etwas verbessert werden, das Tier kann sich in häuslicher Pflege erholen. Für die Erholung braucht es ein wenig Geduld von Seiten der Halter, oft sind es zunächst kleine Fortschritte, beispielsweise hören die Augenbewegungen meist schon nach einigen Tagen wieder auf. Innerhalb von 48 Stunden sollte insgesamt eine Besserung feststellbar sein, die sich in den nächsten Tagen kontinuierlich fortsetzt. Beim Hund sollte das geriatrische Vestibular-Syndrom nach einer, spätestens zwei Wochen abgeklungen sein. Bei Katzen dauert es dagegen deutlich länger, zwei bis drei Wochen, selten bis zu sechs Wochen. Die meisten Tiere genesen vollständig, in Einzelfällen bleiben kleine Einschränkungen zurück, eine der häufigsten ist eine leichte Kopfschiefhaltung. Das Tier wird dadurch nicht beeinträchtigt, die Kopfhaltung ist häufig auch über Physiotherapie korrigierbar.

Anmerkung: es gibt ein angeborenes Vestibularsyndrom (kongenitales Vestibularsyndrom), eine seltene Erbkrankheit bei Hunden und Katzen, ein autosumal-rezessiver Erbgang wird vermutet. Hier ist das Gleichgewichtsorgan fehl gebildet, dies äußert sich in Kopfschiefhaltung und Koordinationsstörungen, die bereits im ersten Lebensmonat der Welpen auftreten. Oft besteht gleichzeitig eine ein- oder beidseitige Taubheit. Ein Nystagmus (Augenzittern) tritt nicht auf. Eine Behandlung ist auch hier nicht möglich, allerdings bessern sich die Symptome oft ab dem 2. Lebensmonat, da die Funktionsstörung des Gleichgewichtsorgans durch andere Sinne ausgeglichen wird. Die Tiere können häufig ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen, taube Tiere natürlich unter Einbeziehung spezieller Erziehungsmethoden. Von der Zucht sollten derart erkrankte Hunde ausgeschlossen werden.

zurück zum Krankheitsverlauf von Liena

Nur mühsam konnten wir unsere Panik zurückhalten, um unsere Hündin nicht noch mehr zu stressen, als sie es eh schon war. Sofort riefen wir unseren Tierarzt an, die zum Glück auch immer einen Notdienst hat - auch am Wochenende..... Fünfzehn Minuten später waren wir in der Praxis und die Diagnose stand eigentlich sofort fest: Vestibular-Syndrom. Sie bekam sofort ein hochdosiertes Cortisonpräparat sowie Vitamin B gespritzt. Zu Hause erbrach sich Liena erneut und kam schließlich doch zur Ruhe. Am nächsten Morgen hatte sie noch starke Orientierungsprobleme, war sehr wackelig und schwankte wie besoffen. Zum Geschäfte erledigen trugen wir sie dann in den Garten. Wackelig aber ohne umzufallen orientierte sie sich am Gartenzaun und drehte so ihre runden. Lediglich das Kopfschütteln zog ihr die Beine weg, so dass sie wieder mal „Flach“ lag. Danach haben wir sie wieder ins Haus getragen dort boten wir ihr ein bisschen Fressen und Wasser an, doch sie würdigte beides keines Blickes. Nun hatte sie seit Samstag nichts getrunken, so dass wir ihr mit einer einmalspritze mehrmals täglich das Wasser in Maul spritzen. Am nächsten Morgen stellten wir fest dass Sie sehr apathisch war und nicht mal auf unser Ansprechen reagierte und noch genauso hilflos in ihrem Korb lag wie wir sie am Abend zuvor hineingelegt hatten. Wir trugen sie erneut in den Garten zum lösen – doch wir konnten keinerlei Besserung des Krankheitsbildes feststellen. Am Nachmittag fuhren wir nochmal zum Tierarzt. Zu Hause angekommen hat sie sogar ein paar Schlücke selbstsändig getrunken und 4-5 Happen Hühnchenbrust (welche zvor in Brühe gekocht war) gefressen. Allerdings verweilte unseere Freude nicht lange, denn nach ca. 15 Minuten hat sie wieder alles erbrochen.

Dienstag nachmittag geleiches Spiel wieder. Infusion - die Gleichgewichtsstörungen und die Kofpschiefhaltung waren unverändert, lediglich das hin- und herrasen der Augen war minmal besser geworden. Nach der Infusion zu Hause angekommen wieder ein paar Happen Hühnchenbrust - allerdings nichts getrunken und wider nach 10 Minuten erbrochen.

Mittwochs waren wir zur 3. Infusion beim TA und auch er meinte dass Lienas zustand langsam kritisch werden würde wenn sie nun nicht selbständig zu Fressen und Trinken anfangen würde. Wir waren unendlich traurig, weil wir Liena nicht so schnell aufgeben wollten und wir alles versuchten um sie "am Leben zu halten". Zu Hause angekommen setzten wir ihr alle geliebten Futtervarianten vor - doch sie rührte nichts an.

Am Donnerstag morgen standen wir mit sehr gemischten Gefühlen auf, da wir insgeheim damit rechneten dass Liena sich selbst schon aufgegebn hatte und Sie uns so auf ihr dahinscheiden vorbereiten wollte... doch unsere Freude war unendlich groß und wir hatten Tränen in den Augen als sie uns am Morgen mit einem freudigen "Wau" aus ihrem Korb so wie immer begrüßte - ihr Dalmilächeln aufsetzte und schwanzwedelnd versuchte aufzustehen. Von Gleichgewichtsproblemen und Kofpschiefhaltung geplagt erledigte Sie ihr Geschäft im Garten und forderte danach ihre Frühstücksportion ein - diese hatte sie auch behalten und nicht erbrochen. Mittag verabreichten wir Ihr nochmal eine kleine Ration welche Liena auch genüßlich ohne nachträgliches erbrechen zu sich nahm, ebenso die Abendration. Darüber hatten wir unseren Tierartz sofort informiert - dieser war genau so Fassungslos wie wir und meinte: "Wir sind auf einem guten Weg...."

Am Freitag wurde Liena der Zugang entfernt und der TA war hochzufrieden mit ihrem Zustand! Das Augenrasen war so gut wie weg. Nachdem sie angefangen hat wieder selbständig zu fressen und zu trinken konnten wir auch leichter über die verbleibende Kopfschiefhaltung und die Gleichgewichtsstörungen (nur noch minimal) hinweg sehen. Sehr abgemagert und mitgenommen von den letzten Tagen wird Liena so langsam wieder der lebenslustige und fröhliche Dalmatiner - wenn auch mit kleinen Einschränkungen - so wie wir sie lieben und kennen...

Wir sind froh dass wir Liena nicht verloren haben und auch Sie sich für ein weiteres Leben mit uns entschieden hat!

Zeckenbisse

Ein leidiges Thema 

Zecken auf unseren Hunden sind nach einem Gassi-Gang in der freien Natur nicht selten. Wichtig ist es dann vor dem Zeckenstich die auf dem Hund umherkriechenden Zecken zu finden und zu entfernen. Beim Zeckenstich können gefährliche Krankheiten wie die Hundemalaria oder die Boreliose auf den Hund übertragen werden. Zeckenangriffe beim Hund sind deshalb so häufig, weil Hunde ins 'Beuteschema' unserer heimischen Zecken passen. Wichtig! Das regelmäßige Absuchen des Hundes nach dem Gassi gehen auf Zecken - sollte für uns Hundehalter so selbstverständlich sein - wie das Füttern. Den Hund systematisch absuchen: im ersten Durchgang: das Fell oberflächlich überprüfen - gerade kurz nach dem Gassi-Gang klettert manche Zecke noch oberflächlich herum. Im zweiten kritische Stellen ganz besonders untersuchen - an Ohren, Augen, Schenkeln, ggf. Hautfalten. Wenn Sie eine Zecke gefunden haben, entfernen Sie diese (s.u.) und fahren dann fort mit der Suche, wo sie unterbrochen haben. Kein Öl, Klebstoff etc. zur Entfernung einsetzen - die Zecke sondern sonst Sekrete in die Wunde ab.

Richtiges entfernen will gelernt sein, deshalb niemals den Körper der Zecke quetschen, sonst drückt man über die Einstichstelle der Zecke Körpersäfte der Parasiten in den Hund. Geeignete Hilfsmittel sind Pinzette, Zeckenzange, Zeckenkarte und Zeckenhaken. Die Entfernung der Zecke erfolgt bei Einsatz einer Pinzette oder Zeckenzange so nah wie möglich an der Haut (1) ohne (!) zu drehen. Zecken haben kein Gewinde am Stechorgan - aber Widerhaken deshalb wird die Zecke so tief wie möglich erfasst und dann heraus gehebelt wenn sie nicht heraus kommt - etwa 30 Sekunden dosierten Dauerdruck erzeugen - und dann langsam steigern. Nach dem entfernen der Zecke prüfen ob der Zeckenkopf mit dem Stechrüssel vollständig entfernt wurde, ggf. mit einer besonders feinen Pinzette nacharbeiten. Nach der Entfernung die Einstichstelle gründlich desinfizieren. (Desinfektionsmittel / Antiseptikum). Wegen der Gefährlichkeit sollten Sie eine Zecke nach der Entfernung sofort töten. Fassen Sie die Zecke nie direkt mit den Fingern an transportieren Sie sie mit einem Papiertaschentuch in ein Gefäß hinein, zuhause sind zum Abtöten der Zecke Insektensprays (mit sofortiger Zecken-Wirkung), Nagellackentferner, Alkohol (min. 50%), Spiritus, Farbverdünner, kochend heißes Wasser geeignet. Unterwegs ist auch ein Feuerzeug die beste Variante.

Folgen eines Zeckenbisses sind z. B. Entzündete Stellen an der Biss stelle. Weitere folgen sind u. a. Borreliose (die häufigste Infektion) In etwa dreiviertel der Borreliose-Infektionen entwickelt sich eine ringförmige Rötung der Haut um den Zeckenbiss (dann zum Tierarzt!) Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die auch als Wanderröte bezeichnet wird. Es handelt sich um eine Infektion die u.a. zu Lähmungen an den Beinen und Gelenkentzündungen führen kann Symptome sind Fieber, Lethargie, Appetitlosigkeit und lokale Lymphknotenschwellung. Auf die Symptome können noch nach Wochen und Monate nach dem Zeckenbiss auftreten die Erreger der Borreliose werden nicht sofort von der Zecke auf den Hund übertragen, es dauert etwa 24 bis 30 Stunden nach dem Zeckenbiss, bis die Borreliose-Erreger aus dem Mitteldarm der Zecke in die Biss stelle einwandern.

Wegen der Gefährlichkeit sollten Sie eine Zecke nach der Entfernung sofort töten. Fassen Sie die Zecke nie direkt mit den Fingern an transportieren Sie sie mit einem Papiertaschentuch in ein Gefäß hinein, zuhause sind zum Abtöten der Zecke Insektensprays (mit sofortiger Zecken-Wirkung), Nagellackentferner, Alkohol (min. 50%), Spiritus, Farbverdünner, kochend heißes Wasser geeignet. Unterwegs ist auch ein Feuerzeug die beste Variante.

Folgen eines Zeckenbisses sind z. B. Entzündete Stellen an der Biss stelle. Weitere folgen sind u. a. Borreliose (die häufigste Infektion) In etwa dreiviertel der Borreliose-Infektionen entwickelt sich eine ringförmige Rötung der Haut um den Zeckenbiss (dann zum Tierarzt!) Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die auch als Wanderröte bezeichnet wird. Es handelt sich um eine Infektion die u.a. zu Lähmungen an den Beinen und Gelenkentzündungen führen kann Symptome sind Fieber, Lethargie, Appetitlosigkeit und lokale Lymphknotenschwellung. Auf die Symptome können noch nach Wochen und Monate nach dem Zeckenbiss auftreten die Erreger der Borreliose werden nicht sofort von der Zecke auf den Hund übertragen, es dauert etwa 24 bis 30 Stunden nach dem Zeckenbiss, bis die Borreliose-Erreger aus dem Mitteldarm der Zecke in die Biss stelle einwandern.

Infektion mit Babesiose (Babesia canis), auch als Hundebabesiose oder Hundemalaria bezeichnet. Diese verändert das Blutbild und kann tödlich enden. Die Anaplasmose ist eine Bakterieninfektion durch das Bakterium Anaplasma phagocytophilum. Dabei werden bestimmte weiße Blutkörperchen (Granulozyten) befallen. Die Symptome beim Hund sind sehr ähnlich der Borreliose. Rickettsiose ist eine Infektion mit Bakterien, die Ehrlichiose wird vor allem in Südeuropa von der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. Auch Hunde können sich an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infizieren, sie entwickeln jedoch selten ein Krankheitsbild. Der Erreger der FSME wird schon kurz nach dem Zeckenstich übertragen, da er bereits in den Speicheldrüsen der Zecke ist.

Vorbeugende gegen Zeckenstiche werden verschiedene Anti-Zeckenmittel angeboten, von Halsbänder, Sprays, Tropfen und Pulver bis zu Hundehalsband-Anhänger mit eher esoterischer Wirkung. Selbst wenn die Mittel wirken, sind sie oft wegen der Nebenwirkungen der Anti-Zecken-Mittel bei Mensch und Tier umstritten, denn sie können allergische Reaktionen beim Hund und Halter aller Art hervorrufen. Ein neues innovatives „Zeckenhalsband“ gibt es von BAYER – es nennt sich soresto – leider ist es auch nicht ganz billig.

Nehmen sie also Abstand von Mittel wie „Frontline, Export“ oder ähnliches – es sind wahre Chemiebomben die hier auf dem Hund verteilt werden und die Wirkstoffe gelangen über die Haut auch schnell in de Organismus und somit auch in die Organe. Zudem kann es durch die Mittel zu Haarausfall und Ausschlägen kommen, diese Erfahrung haben wir schon bei zwei unseren Dalmis gemacht.

Deshalb haben wir uns für eine natürliche Parasitenabwehr entschieden. Und mit der regelmäßigen Fütterung von Bärlauch und Knoblauch so wie Kokosöl zur innerlichen und äußerlichen Anwendung haben wir bisher gute Ergebnisse erzielt.

Eine weitere alternative ist das Zeckenhalsband von PassionN mit EM Keramik. Mehr dazu finden sie hier

Bildquelle: Alles für Hunde Info

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