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Ernährung

Ernährung - Castellum Collis Dalmani

Du bist was du frisst....

Auf dieser Seite haben wir Ihen einige Informationen rund um die Ernährung des Dalmatiners zur Verfügung gestellt und hoffen dass Ihnen diese Themen und Infos helfen Ihren Dalmatiner gesund, ausgewogen und abgwechslungsreich zu ernähren.

Kliken Sie die einzelnen Untermenüs an und Sie erhalten noch mehr und ausführliche Informationen zum Thema...

Allgemeines zur Fütterung

Allgemeines über die richtige Fütterung

„Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ - das ist die optimale Ernährung für einen gesunden Hund. Ausschlaggebend sind aber auch die Genetik, d.h. nachweisbar erbgesunde, langlebige und robuste Ahnen, eine Artgerechte, gesunde Haltung mit genügend Bewegung und eine gesunde und ausgewogene Fütterung. Diese Komponenten sind gleichermaßen verantwortlich für die Lebenserwartung.

Fertigfutter oder Frischfleisch

Die folgenden Zeilen sollen grundsätzlich nicht gegen Fertigtrockenfutter und auch mal Dosenfutter sein, sondern nur informieren und ermuntern, denn auch dem Hund bekommt wie uns Menschen frisches, möglichst natürliches „Essen“ am besten. Man kann natürlich auch Fertigfutter als Basis benutzen und mit frischen Zutaten bereichern, ob täglich oder wenigstens 3-4 mal pro Woche liegt ganz in Ihrem Ermessen.

Bei Fertigfutter ist zu bedenken, dass Farbstoffe, Stabilisatoren, Dickungsmittel, häufig Lockstoffe und Geschmacksverstärker und immer chemische Konservierungsstoffe, wie Natriumnitrat, butyliertes Hydroxyanisol (BHA), butyliertes Hydroxytoluol (BHT), Natriumglutamat, Natriummetabisulfit und Ethoxyquin enthalten sind. Einige dieser Substanzen stehen im Verruf, die Bildung von Krebs zu fördern.

Was die speziell auf den Dalmatiner zugeschnittene Ernährung betrifft, so ist bei dieser auf einen niedrigen Phospatgehalt zu achten. Ein über längere Zeit erhöhter Phosphatgehalt im Blut schädigt die Nieren und kann in der Niereninsuffizienz enden. Zudem schafft ein erhöhter Phospatgehalt im Urin ein leicht saures Milieu, in dem bevorzugt Uratsteine auskristallisieren. Zur Überprüfung kann ab dem 2. Lebensjahr jährlich ein großes Blutbild durchgeführt werden, so kann man frühzeitig pathologischen Veränderungen mit den erforderlichen Maßnahmen entgegenwirken.

Für diejenigen, die ein Fertigfutter als Alleinfutter verwenden, ist in der Beschreibung leicht zu ersehen, wie hoch besonders Rohprotein- und Phospatgehalt sind. Bei jedem Fertigfutter ist zusätzlich zu beachten, dass in ihm enthaltene Öle leicht oxydieren und daher das Futter mit Antioxydantien stabilisiert werden muss. Deswegen sollte bei der Verwendung von Fertigfutter als Alleinfutter in jedem Fall ein Tee- bis ein Esslöffel kalt gepresstes Öl täglich dem immer angefeuchtete Futter (damit der Quellvorgang unkalkulierbar nicht erst im Magen stattfindet) dazugegeben werden.

Verzichten Sie auf purinhaltiges Futter

Wie schon erwähnt, muss bei der Fütterung des Dalmatiners darauf geachtet werden, dass er möglichst wenig purinhaltiges Eiweiß bekommt. Daher sollte auf die regelmäßige Fütterung von Innereien wie Leber etc. verzichtet werden. Es kann sein, dass der Dalmatiner nahrungsbedingt zu negativen Hautreaktionen neigt . Dies kann z. B. durch getrocknete Fisch, welcher oft als Leckerbissen für Hunde verkauft wird, hervorgerufen werden. Selbstverständlich ist die Art der Nahrung auf das Alter des Hundes, die körperliche Belastung und die jeweilige Lebenssituation abzustimmen. Gerade heranwachsende Hunde haben andere Bedürfnisse, so ist z.B. beim Welpen noch kein Schutzmechanismus gegen überhöhte Kalziumzufuhr vorhanden, überschüssiges Kalzium lagert sich vorwiegend in den Knochen ab was zu irreparablen gesundheitlichen Problemen führen kann. Andererseits hat ein heranwachsender Hund Bedarf an der doppelten Menge Mineralstoffe im Vergleich zum erwachsenen Hund.

Grasfresser

Es kann durchaus vorkommen, dass der Dalmatiner beim Spazieren oft Gras frisst. Dies scheint ähnlich wie bei den Katzen zur körperinternen Reinigung zu gehören und scheint in normalem Maß einfach dazuzugehören. Trotzdem muss man den Hund genau beobachten - isst er plötzlich mehr Gras als üblich kann dies auf Bauchschmerzen hindeuten. Genügend frisches Wasser sollte allerdings immer bereit stehen.

Quelle: Text zum Teil aus Barf für Hunde

Dalmatinerküche

Tipps aus der Praxis

Unsere Dalmatiner bekommen 2-mal täglich Hauptfutterration. Dies hat den Vorteil, dass man 1. kleinere Mengen füttern kann und die Hunde nicht so ausgehungert ans Futter gehen und 2. die Rationen den Magen-Darm nicht zu stark belasten. Daher schlingen sie beim Fressen dann auch nicht so arg. Mit dieser Art von Fütterung ergab sich in all den Jahren meiner Hundehalterzeit noch nie ein Problem.

Wenn ich das Futter für meine Hunde nach B.A.R.F. zubereite sieht es folgendermaßen aus...

Frisches Gemüse wie z.B. Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Karotten, Zucchini, Mais, Sellerie, Spinat oder Rote Beete werden kleingeschnitten und kurz im heißen Wasser Blanchiert, außer die Kartoffeln, die müssen gut durch gekocht sein!

Anschließend wird alles gemixt, püriert und portionsweise in kleine Tunfischdosen, Joghurtbecher o. ä. abgefüllt und eingefroren - so haben sie für jeden Tag gleich die richtige Portion pro Hund an Gemüse-Brei parat.

Auf dem abwechslungsreichen Speiseplan steht

Morgens

Ein eiweißreduziertes Trockenfutter (TF)
(z. B.  PLATINUM Lam & Reis, PLATINUM Chicken, BOZITA Robur Active oder ein anderes dem Altern entsprechendes Trokenfutter mit einem ausewogegen Calzium : Phospho Verhältnis).

Nachmittags

Etwas zum Knabbern, d.h. einen rohen Ochsenschwanz, getrocknete Ochsenziemer, Schweineohren, Entenhälse, Hühnerfühße, Markknochen und Muskelfleisch in Form von Sehnen. Auch Rinderkehlköpfe stehen als wertvoller Kalziumlieferant auf dem Speiseplan und 1-2 mal pro Woche Frischkäse, Joghurt oder Ziegenmilch. Hierzu kommt ein EL Honig und gemalene Nüsse mit etwas Obst-Brei, je nach Saison.

Abends

Gibt es die Frischfleischmalzeit. Diese besteht in der Regel aus Rohem Fleisch wie z.B. Rind, Lamm, Wild, Geflügel oder Pferd. Dazu kommt der Gemüse-Brei und einem Schuss Öl - für glänzendes Fell. Hind und wieder führen wir Kräuterkuhren mit Brennessel, Hagebutte, oder Hokamix30 Gelenk+ und Kieselgur durch. Eine Abendration besteht auch mal aus Fisch wie z.B. Frischen Lachs, Sardinen oder Thunfisch (aus der Dose, im eigenen Saft ). Eimal wöchentlich gibt es einem rohen Ei inkl. Schaale da diese ebenfalls ein wertvoller Kalizumlieferant ist. Hin und wieder ergänzen wir die Fleisch Rationen auch mit Nudeln, Haferflocken oder Reis.

Unser Wochenplan sieht meist so aus....

Montag: Trockenfutter / Kalbsnackenknochen / Maulfleisch vom Rind, dazu Gemüsebrei mit Leinöl

Dienstag: Tockenfutter / Rinderachillis-Sehne / Pferdefleisch mit Spinat, dazu ein Ei und Hanföl

Mittwoch: Trockenfutter / Firschkäse oder Joghurt im Wechsel, dazu etwas Obst-Brei mit Honig, Nüssen und Kokosöl / Blättermagen oder Pansen im Wechsel, dazu etwas Haferflocken, Reis oder Nudeln mit Lachsöl

Donnerstag: Trockenfutter / Mark-Knochen / Rinderkehlkopf

Freitag: Trockenfutter / Rindernacken-Sehne / Lachs, Sardinen oder Thunfisch im Wechsel mit etwas Roggenknäckebrot

Samstag: Trockenfutter / Wachtel oder Entenkraxe im Wechsel / Hühnermägen, Putenhälse oder Putenherzen im Wechsel, dazu Gemüsebrei und Leinöl

Sonntag: Trockenfutter / Ziegenmilch mit etws Honig und Nüssen / Lamm oder Wild im Wechsel, dazu Spinat oder Gemüsebrei mit Leinöl

„Lecker, nicht wahr?“

Das perfekte Gewicht

Ist mein Hund zu dick, zu dünn oder genau richtig?
Diese Frage stellen sich immer wieder viel Hundebesitzer.

Machen wir uns nichts vor: Wider besseres Wissen und intensiv studierter Fachliteratur zählen wir unseren Fellnasen nicht jedes Leckerchen ins Maul. Aber wir beäugen mal mehr mal weniger offensiv die Linie der anderen Hunde und feixen in uns hinein, wie viele der kritisch beäugten Vierbeiner laut der Halter „einfach nur so dickes Fell“ haben. Natürlich ist es bei langhaarigen Hunden mit üppiger Unterwolle schwieriger, durch bloße Inaugenscheinnahme zu beurteilen, ob sie wohl das ideale Gewicht haben oder doch eher etwas zu goldig um die Hüften sind.Von einem Kilo beim Chihuahua bis zu 90 Kilo beim Bullmastiff reichen die Ergebnisse auf der Waage. Dazwischen ist viel Raum für Spekulationen. Zwar heißt es, dass bei einem Hundegewicht, das mehr als 15% über dem Rasse- Idealgewicht liegt, von einer Fettleibigkeit auszugehen ist, aber bei der Typenvielfalt der einzelnen Hunderassen lässt sich ein solches Idealgewicht kaum nachvollziehbar festlegen. Rüden wiegen für gewöhnlich mehr als Hündinnen derselben Rasse, es sei denn, sie sind kleiner. Hunde aus Arbeitslinien der verschiedenen Retriever-Arten sind meist schlanker als ihre Rassekollegen aus reinen Showlinien, und sportlich sehr beanspruchte Tiere können durchaus mehr Muskelmasse – und damit mehr Gewicht – aufgebaut haben als ihre vergleichsweise weniger aktiven Kumpel der selben Rasse. Und ausgeprägt rennfreudige und entsprechend geförderte Windhunde sehen für den Nichtkenner schnell mal so aus wie die bedauernswerten, klapperdürren Nothunde aus dem Süden Europas. Folglich können die Gewichtsangaben in den einzelnen Rassestandards nur als Orientierungshilfe bei der Beurteilung des eigenen Hundes dienen. Bei Mischlingen ist es noch schwieriger, den passenden Richtwert auszuwählen. Manchmal hilft ein Blick auf die Angaben zur erkennbar am meisten beteiligten Rasse; doch schon bei einem gelungenen Schäferhund-Dackel- Mix kann ein Halter mit der reinen Kilo-Schätzmethode durch hälftig anteilige Addition der jeweiligen Standardangaben beider Rassen gründlich daneben liegen.Viel informativer als die reine Orientierung an Gewichtstabellen und Waage sind tatsächlich die optische Beurteilung sowie das ergänzende Abtasten.

Kontrollieren Sie selbstständig ob Ihr Hund zu dick ist. Dabei können Sie die folgende Graphik zu Hilfe nehmen. Ansonsten sollten die Rippen immer leicht fühlbar sein mit einer leichten Speckschicht dazwischen!

Wie der Herr, so sein Gescherr: Der liebende Zweibeiner neigt hin und wieder zu einer gewissen Betriebsblindheit. Von „Winterspeck“ über „Leckermaul“ bis hin zur häufig bemühten Fellmenge und –dichte reichen die gemurmelten Erklärungsversuche, wenn es um die Speckröllchen im Nacken oder am Rutenansatz, den angedeuteten Hängebauch und die einstmals erkennbare, aber nun – „naja, das Alter“ – nicht wirklich mehr sichtbare Taille geht. Wer auch als Halter selbst gern zu dem einen oder anderen kleinen, aber verhängnisvollen „Zuviel“ greift, fühlt sich schnell mal persönlich angegriffen, wenn über die Ursachen der verschwundenen Ideallinie der treuen Fellnase gemutmaßt wird, die es „schließlich genauso gut haben“ soll wie der zweibeinige Haushaltsvorstand. Und im Hinterstübchen ticken die Worte „elende Klugscheißer“ neben dem gut gehüteten und öffentlich unbedingt zu vermeidenden Eingeständnis, dass der eigene Hund (und womöglich nicht nur der) tatsächlich eine etwas zu üppige Fettschicht hat. Dabei dreht das Schuldbewusstsein dann voll in den roten Bereich, wenn sich die, natürlich längst vorhandene, Erkenntnis ihren Weg in den Frontallappen bahnt, wonach der Hund nichts dafür kann, wenn Frauchen und Herrchen die ach, so schmackhaften und kalorienreichen „Gutgemeints“ über seine Schnauze quasi direkt auf seine Hüften durchreichen.

Leichter kann einfach sein: Meist hilft schon der Verzicht auf diese – leider auch in der Werbung zunehmend als Must-have angepriesenen -„Snacks für Zwischendurch“. Das gilt natürlich gleicher Maßen für Hund und Halter; doch die Verantwortung für das Hundegewicht liegt allein beim Menschen. Der gewöhnliche Vierbeiner haut gern rein, was er kriegen kann. Was er hat, das hat er. Weiß er denn, wann es wieder so etwas Leckeres gibt?! Diese Verhaltensweise hat ihren Ursprung in wolfschen Urvaterzeiten und steckt immer noch in seinem genetischen Programm.So vergleichsweise einfach es ist, durch Reduzierung von Futtermenge, Umstellung auf energieärmere Nahrung, Einhaltung von Regeln (nichts vom Tisch, nichts von anderen Zweibeinern, feste und zeitlich begrenzte Fütterungszeiten, mehr mit Worten als mit Leckerchen loben) und durch mehr Bewegung sowohl die Fellnase wie auch das andere Ende der Leine zu erleichtern, so verzweifelt sind manche Halter darum bemüht, ihre Futtermäkler und Futterverweigerer vor einem Untergewicht zu bewahren.

Keine Diät ohne Tierarzt! Bevor aber zu den mittlerweile in großer Vielfalt angebotenen Diät- und Spezialfuttersorten oder Futtermischungen per Online-Bestellung gegriffen wird, ist es dringend angeraten, vorab den fachmännischen Rat des Tierarztes einzuholen und abzuklären, ob Über- oder Untergewicht nicht eine organische Ursache haben wie vielleicht einen Diabetes, eine Störung der Schilddrüsenfunktion oder einen Parasitenbefall. Ist alles abgecheckt, kann ein Ernährungsplan erstellt werden, der auf die individuellen Bedürfnisse und Gewohnheiten des Hundes abgestimmt ist und dann geht´s bestimmt schon bald mit „neuer“ Linie beschwingt auf Tour…

Fettleibigkeit bei Hunden: Obwohl Fettleibigkeit auch auf eine Grunderkrankung zurückgeführt werden kann, geht das Problem in vielen Fällen auf eine langfristige unangemessene Fütterung und/oder einen Bewegungsmangel zurück. Die Halter von Hunden und Katzen füttern ihren Lieblingen oft Leckerbissen als Zeichen ihrer Zuneigung. Die Pfizer Tiergesundheit hat vor kurzem eine Umfrage unter 1.500 Hundehaltern in Spanien, Deutschland und Großbritannien durchgeführt. Diese ergab, dass nur 22% von ihnen der Meinung sind, dass ihr Hund übergewichtig ist. Dieses mangelnde Bewusstsein seitens der Besitzer bedeutet, dass Fettleibigkeit in vielen Fällen nicht aktiv angegangen wird. Bewegungsmangel und/oder Überfütterung sind die häufigsten Ursachen für Übergewicht bei Hunden, wobei aber bestimmte Faktoren auch das Risiko erhöhen. Manche Hunderassen neigen von ihrer Veranlagung her ebenfalls stärker zur Fettleibigkeit, wobei im Grunde genommen jedoch jeder Hund übergewichtig werden kann.

Folgen: Übergewicht wirkt sich negativ auf die Lebensqualität und die Lebenserwartung von Hunden aus. Übergewichtige Hunde finden körperliche Betätigung und Spiel zunehmend beschwerlich und sie vertragen Hitze nicht so gut. Sie leiden eher an Gelenkproblemen wie Arthritis, an Diabetes, an Atembeschwerden und an anderen gravierenden Krankheiten. Bei übergewichtigen Hunden stellen sich bei Operationen unter Vollnarkose eher Komplikationen ein. Laut einer Studie, die das lebenslange Fütterungsverhalten untersuchte, leben korrekt gefütterte Hunde durchschnittlich zwei Jahre länger als Hunde, die übergewichtig wurden.

 
Hier noch einige Krankheitsbeispiele und Folgen der Fettleibigkeit:
 
  • Bewegungsprobleme einschließlich Gelenkentzündung, Missbildungen der Hüftgelenke, Bandscheibenprobleme und Bänderrisse.
  • Atembeschwerden
  • Herzerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Diabetes
  • Magen‑Darm‑Probleme einschließlich Verstopfung, Blähungen und Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Erhöhtes Operations‑ und Narkoserisiko
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Hauterkrankungen
  • Reizbarkeit (im Zusammenhang mit Unbehagen)
  • Verringerte Widerstandskraft gegenüber Infektionskrankheiten (insbesondere Viruserkrankungen)
  • Verminderte Bewegungsfreude (Teil eines Teufelskreises, der die Fettleibigkeit noch verschlimmert)

 Bild- und Textquelle: mit Hund unterwegs

Futteröle und Ihre Wichtigkeit

Auf dieser Seite haben wir Ihnen eine kleine Auswahl an Futterölen zusammengestellt welche in der Hundeernährung eine wichtige Rolle spielen

  • Hanföl: Hanf (Cannabis sativa) ist so vielfältig nutzbar wie kaum einen andere Pflanze und war über Jahrhunderte hinweg eine der wichtigsten Rohstoffe der Menschen. Hanf liefert nicht nur Kleidung und Nahrung, sondern ebenso Öl. Hanf zählt schon lange zu den Ernähruns-psychologisch bedeutendsten Ölfrüchten. Hanföl beinhaltet einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, vor allem die Omega-3-Fettsäuren und Alpha-Linolsäuren, sie kommen nur in wenigen Pflanzen in hoher Konzentration vor. Der Geschmack des Öles ist nussig bis kräuterartig. Die Farbe schwankt zwischen grün und braun. Die Aufbewahrung über mehrere Monate ohne Kühlung ist ohne Probleme möglich. Bitte unbedingt dunkel lagern, da sich das Öl ansonsten durch Oxidation des enthaltenen Chlorophylls gelblich verfärben kann.
  • Leinöl: Trägt zur Leistungsstabilisierung und Vitalität durch eine günstigen Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel und Nahrungsergänzung für junge, alte und schwer futtrige Hunde bei. Es kann die Haut und Fellbeschaffenheit verbessern und auch äußerlich zur Pflege trockner Haut angewendet werden. Leinöl sollte immer frisch verwendet werden (möglichst innerhalb 3 Monate aufbrauchen) und kühl/dunkel gelagert werden.
  • Lachsöl: Dieses reine und wohlschmeckende Naturprodukt besitzt einen hohen Gehalt an essentielleln Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind wichtig für das körpereigene Immunsystem. Lachsöl als täglicher Futterzusatz fördert das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners und verleiht ihrem Liebling obendrein ein wunderschönes glänzendes Fell.
  • Schwarzkümmelöl: Bereits der Prophet Mohamed hat die Wirkung von Schwarzkümmelöl beschrieben. Die kleinen, tiefschwarzen Samen stammen aus einer mohnähnlichen Kapsel, Im Schwarzkümmelöl finden sich wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, seltene Ölfraktionen und über 100 sekundäre Pflanzenstoffe. Schwarzkümmelöl liefert mit seinen mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine wichtige Nährstoffbasis für die Bildung körpereigenen Prostaglandins. Anwendungsgebiete sind z.B. Atemwege, Hautprobleme, Obere Atemwege, Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe, Verdauung. (An dieses Öl sollten Hund nach Möglichkeit langsam und Tropfenweise gewöhnt werden. Unsere Hunde fressen es aufgrund des starken eigenen Geruches nur sehr ungern)
  • Kokosöl/Kokosfett: Sie können das Kokosöl vielseitig in der Küche verwenden. Es is ein reinens natürliches Pflanzenfett und enthält übrigens kein Cholesterin! Wertvolle gesättigte und 1-fache ungesättigte Fettsäuren. Neben den positiven Nährwert des Kokosöls eignet sich das Öl auch gut für die äußerliche Anwendung gegen lästige Parasiten wie z.B. Zecken. Die ideale Lösung für alle die auf herkömmliche Floh- und Zeckenmittel verzichten wollen.
  • Weitere wertvolle Futteröle: Arganöl, Boretschöl, Walnußöl, Olivenöl sind weitere Öle di in der Hundefütterung den Stoffwechsel Positiv beeinflussen. Es gibt sogar manche BARF-er die 7 verschiedene Öle füttern – also jeden Tag ein anderes. Wir haben uns auf 5 Öle spezialisiert und fahren damit sehr gut. Doch letztendlich ist es jedem freigestellt für welche Öle und wie viel verschiedene Öle der Hundebesitzer in der Fütterung einsetzt.
  • Öle die Krebs begünstigen: In der Hundeernährung sollte man weitestgehend auf Distel-. Raps- oder Sonnenblumenöl verzichten. Auch wenn in vielen Büchern die Sorten angeraten werden können sie unter Umständen das Wachstum von Krebszellen positiv beeinflussen, so eine aktuelle Studie!
  • Tipp: Wir beziehen unsere Futteröle alle über die Firma Makana. Hier sind die preisgünstigen 1- Liter-Dosierflaschen bis zum 3-5 Liter Kanister erhältlich. Die „Pferdeöle“ können bedenkenlos in der Hundefütterung eingesetzt werden. Das Leinöl ist hier sehr günstig, deshalb wird es bei uns auch 4x/Woche eingesetzt, die anderen Öle jeweils 1-2x/Woche – so halten die Flaschen auch länger.

Rohfleischfütterung

B.A.R.F. steht für Biologisch Artgerechte Rohfleisch Fütterung.

Allgemeines

Der Urahne unserer Hunde – der Wolf - kannten weder Dosen- noch Trockenfutter. Die Hauptmahlzeit bestand aus Knochen, Fleisch und Innereien von kleinen bis mittelgroßen Beutetieren aus der Jagd. Die Futtermittelindustrie hat den Hund, der besten Freund des Menschen, als Einnahmequelle entdeckt ein Milliardengeschäft daraus entwickelt. Angefangen vom Welpenfutter, Juniorfutter, Junghundfutter, Adult-/Erwachsenenfutter, Diätfutter, Seniorfutter, Futter für kleine, große, dünne, dicke, hellfellige, sportliche, träge, gelockte Hunde., alles was das Herz begehrt. Unzählige Sorten in vielfältigen Geschmacksrichtungen Formen und Farben locken mit bunten ansprechenden Verpackungen mit den Versprechen für ein langes, gesundes Leben ohne Zahnbelag und ewig frischem Atem. Die Hersteller überbieten sich in den gesündesten Zusätzen und die wenigsten Verbraucher realisieren die eigentlichen Inhaltsstoffe. Auf den Packungen steht oft groß zu lesen "ohne Konservierungsstoffe, Zucker und Farbstoffe" – eigentlich eine für den Verbraucher schlüssige Umschreibung für ein gesundes und natürliches Futter. Hand aufs Herz – wer studiert stundenlang die unverständlichen Fachbegriffe auf der Rückseite, ich jedenfalls nicht! Genau deshalb habe ich mich für B.A.R.F. entscheiden, weil ich genau weiß was mein Hund bekommt und gezielt Vitamine und Mineralien ergänzen kann.

In der Futtermittelindustrie dient Getreide als Füllstoff, der in erster Linie den Magen füllt und billiger ist, als Fleisch! Getreide ist einer der Hauptallergiefaktoren bei vielen Hunden und Hunderassen. Dies macht sich oft an übermäßigem Juckreiz bemerkbar. Der Hund braucht nur wenig Kohlenhydrate und die bekommt er ausreichend in der Zugabe von frischem Gemüse! Grundsätzlich lässt sich zum Getreide sagen, dass es in überschaubaren Mengen sicherlich nicht schädlich, aber auch nicht wirklich zwingend notwendig zur Lebenserhaltung ist. Meine Hunde bekommen sehr selten Getreide, wenn dann nur in Form von Nudeln oder Reis bzw. Vollkornflocken und dann NUR zum Gemüse bzw. Obst dazu, niemals in Kombination mit Fleisch!

Hunde sind keine Vegetarier und ihr Magen ist grundsätzlich nicht auf das Verdauen von reinen Gemüsen- oder Obstportionen spezialisiert. Die zellulosehaltigen Pflanzenzellwände sind für den Hundemagen nahezu unverdaulich. In zerstörtem Zustand (püriert, blanchiert, gekocht) sieht das jedoch anders aus und der Gemüsebrei kann bestens aufgespalten werden. Die Umstellung auf Rohfutter bzw. Rohfleisch kann bei einem gesunden, kräftigen und jungen Hund übergangslos erfolgen, bei kranken oder älteren Hunden ist es manchmal besser, zuerst mit so genannter Trennkost anzufangen. Gemüse leicht blanchieren, leicht verdauliches Fleisch und natürlich noch leichter verdauliche, weiche Knochen (Kalb) füttern. Hat ein Hund jahrelang ausschließlich industriell gefertigtes Futter bekommen, kann man im Bedarfsfall vom Tierarzt auch Enzyme besorgen, die die Verdauung erleichtern und helfen, den Magen langsam auf die anspruchsvollere Kost umzustellen.

Rohfleisch - ein wichtiger Lieferant

Durch das rohe Fleisch werden Proteine, Fette, Mineralien, Vitamine und Wasser angeboten. Grundsätzlich können Rind/Kalbfleisch, Pferdefleisch, Geflügel (keine Angst vor Salmonellen), Wildfleisch, Ziege oder Schaf gefüttert werden. Geflügelfleisch ist reich an essentiellen Fettsäuren, ebenso Fische sie enthalten zum Beispiel viele essentielle Fettsäuren (Omega 3 /6 Fettsäuren). Absolut TABU ist Schweinefleisch, da es den Aujeszky-Virus enthalten kann.

Blut ist ein wertvolles Schlachtprodukt, das unter anderem hochwertiges Eiweiß, Eisen, nahezu alle Vitamine und Natrium enthält, also die Abtropfflüssigkeit beim Auftauen von Fleisch immer mit füttern! Innereien wie Leber und Niere sind sehr eiweißreich und recht mager, allerdings beinhaltet besonders die Leber recht schwerverdauliche Glykogene, der Calciumgehalt ist niedrig, dafür aber der Vitamin-A-Gehalt recht hoch. Auch Kupfer, Eisen, B-Vitamine und Biotin sind reichlich enthalten - größere Lebermengen können abführend wirken, da das schwerverdauliche Glykogen mikrobiell im Dickdarm zerlegt wird. Eine wöchentlich einmalige Fütterung sollte bestens ausreichen, da eine Überfütterung gerade wegen des hohen Vitamin-A-Gehaltes nicht ungefährlich wäre, die Inhaltsstoffe aber doch so gehaltvoll sind, dass ein Verzicht auch ein Verlust wäre. Mägen von Wiederkäuern (Kuh und Schaf) sind wegen des vorverdauten Grases (besonders Blättermagen) sehr vitaminreich, schmackhaft und für die Fütterung besonders zu empfehlen. Zwar dreht sich einem anfangs der Magen um beim Gestank, der sich einem bei der Zerschneidung eines Blättermagens bietet, allerdings hat sich bisher noch jeder Barfer daran gewöhnt. Schlachtabfälle (Ohren, Flechse, Lunge, Euter etc.) sind eher minderwertige Schlachtabfälle und sind in der Aminosäure-Zusammensetzung eher ungünstig und nicht so leicht verdaulich. Die Milz hat zwar einen erhöhten Eisengehalt und ein Euter kann sicherlich wegen Milchrückständen Calcium enthalten, doch sind weder viele Vitamine noch Mineralstoffe enthalten, so dass ich die Fütterung nicht für notwendig befinde. Getrocknete Lunge als Leckerchen hingegen oder frische Lunge als nährstoffarmer Diätfüllstoff erscheinen mir sinnvoll, aber das kann jeder für sich entscheiden. Fisch (wie Seelachs, Lachs, Sardinen etc.) enthalten zwar viele essentielle Fettsäuren, Jod und wertvolle Vitamine, allerdings sind die meisten Fische sehr fett. Fisch sollte nicht zu häufig gefüttert werden da Thiaminasen (Enzyme, die Vitamin-B1 spalten) enthalten sind und manche Fische auch Parasitenzwischenformen und Bakterien enthalten, die Hunden allerdings nicht schaden! Wichtiger ist, dass Trimethylamin inaktiviert wird und dass diese Hemmung bei Dauerfütterung eine Blutarmut verursachen kann. Einmal die Woche Fisch reicht vollkommen und schadet nicht!

Knochen - ein wichtiger Bestandteil

Sehr wichtig bei der rohen Fütterung sind die Knochen. Knochen sind nicht nur nützliche Zahnputzer, im Gegenteil, sie enthalten lebenswichtige Stoffe, Eisen, Fett, Mineralien, Enzyme und natürlich Calcium für ein gesundes Knochengerüst. Abhängig von der Größe des Hundes können auch härtere Knochen verfüttert werden, die komplett aufgegessen werden sollten. Ideal sind Rinderknochen von der Brust, Hühnerhälse, Lammbrust/-beine, Kniegelenke, Ziegen- oder Schafslammgerippe, Kalbsknochen, Kaninchenknochen. Rinderknochen (Brustknochen) sind sehr gut verdaulich, enthalten allerdings meist weniger essentielle Fettsäuren. Ochsenschwanz, Rippen und Kniegelenke sind sicherlich des Öfteren eine willkommene Abwechslung. Kehlköpfe und Luftröhre sind gute Knorpelteile, die jedoch leicht zu Durchfall führen können. Knochen abnagen ist dazu nicht nur gesund, sondern stärkt auch noch das Gebiss, reinigt die Zähne, beansprucht die gesamt Kopf- und Nackenmuskulatur und ist eine sinnvolle Beschäftigung die allen Hunden großen Spaß macht! Durch das langsamere Abnagen kann der Magen sich sozusagen auf die Verdauung vorbereiten und anders als bei komplett geschlungener Nahrung kann das Gehirn auch den Befehl geben, dass der Organismus nach einiger Zeit gesättigt ist. Wichtig ist jedoch Knochen niemals zu kochen, braten, grillen oder in irgendeiner Form zu erhitzen, da sich die Knochenstruktur ändert (auch niemals in der Mikrowelle erwärmen). Rohe Knochen sind ungefährlich und voll verdaulich, das Erhitzen dagegen bewirkt in erster Linie ein zerstören sämtlicher Vitamine und Nährstoffe und verändert die vorher verdauliche Knochenmasse in ein schwer verdauliches Gemenge, das zu Durchfällen, Verstopfung, bei Hühnerknochen zu Darmverletzungen durch Splittern und vielen unangenehmen Nebenwirkungen führen kann. Also Knochen immer roh füttern!!!

Sinnvolle Ergänzung mit Gemüse

Auch hier gilt Roh, denn es enthält Vitamine und Enzyme, Ballaststoffe und Mineralien. Je grüner, desto gesünder, sprich Blattgrün beinhaltet die meisten Vitamine. Zwar kann ein Hund keinen Zellstoff verdauen, doch sobald man die ganze in einem Mixer püriert, sieht die Welt wieder ganz anders aus und der Hund kann auch rohes Gemüse prima verwerten. Nicht klein schneiden, sondern wirklich ein wahres muss aus Gemüse pürieren, erst dann ist der Hund in der Lage, die guten Vitamine und Ballaststoffe aufzuspalten und aufzunehmen. Ob mit dem Pürierstab, im Fleischwolf oder in der Küchenmaschine, gerne auch im Mixer - breiig sollte es sein! Dazu einen Schuss Öl da Gemüse viele fettlöslichen Vitamine enthält. Gleiches gilt für Obst, je breiiger desto besser für den Hund zu verwerten. Das Obst sollte voll reif, aber weder schimmelig noch verrottet sein, Unreifes Obst sollte nicht gefüttert werden.

Öle, Eier und Milchprodukte

Die Öle sollten kaltgepresst sein, niemals erhitzt werden und jeder Mahlzeit zugefügt werden, damit die fettlöslichen Vitamine auch dem Hund zugänglich zur Aufnahme gemacht werden können. Werden die Öle erhitzt, kehrt sich die ungesättigte Fettsäure zu einer gesättigten in eine wahre ungesunde Kalorienbombe. Die lebenswichtigsten Fettsäuren sind die Omega-3/6/9-Fettsäuren. Öle wie Fischöl, Nachtkerzenöl, Hanföl, Leinöl, Olivenöl, Lebertran, Nussöl und Rapsöl helfen dem Hund, die fettlöslichen Vitamine in den Lebensmitteln zu verwerten. Mit Lebertran sollte wegen des hohen Vitamingehaltes vorsichtig und sparsam umgegangen werden, da eine Übervitaminisierung genauso schlimm sein kann, wie eine Unterversorgung.

Zuerst einmal sollte klar sein, dass auch das Ei roh gefüttert wird. Ein Ei enthält neben Protein und Fett auch viele gutverdauliche Substanzen, viele Vitamine, essentielle Fettsäuren, Spurenelemente und die Eierschale ist ein prima Calcium-Lieferant. Einzig das Eiklar sollte man weglassen, da erstens Avidin darin enthalten ist, eine antinutritive Substanz, die leider ein absoluter Biotinbinder ist und somit Mangelerscheinungen hervorrufen kann, und zweitens ein Trypsinhemmstoff im Eiweiß enthalten ist, der zu Verdauungsstörungen führen kann. Zwar gibt es darüber geteilte Meinungen, aber im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher und Eiweiß trennen! Schale und Dotter ab in den Mixer zum übrigen Gemüse, allerdings nur 2-3 mal pro Woche!

Kuhmilch ist nahezu optimal zusammengesetzt, aber nicht generell verträglich. Zu den Vorteilen der Milch zählt der hohe Anteil an hochwertigem Protein, Mengenelementen und Vitaminen. Die Schwäche liegen in den geringen Fettsäuren bei gleichzeitig größeren Mengen an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren, die vom Hund weniger gut vertragen werden, so dass es nach übermäßiger Aufnahme zu Fehlgärungen im Dickdarm kommt, begleitet von Durchfall oder weichem Kot. Trotz hoher Akzeptanz und Verdaulichkeit sollten ausgewachsene Hunde im Allgemeinen nicht mehr als 20 ml pro Kilo Körpermasse und Tag bekommen. Kondensmilch muss wegen des erhöhten Laktose- (10 g/100 g) und Fettgehaltes (7,5 g/100 ml) auf 10 ml pro Kilo Körpermasse und Tag beschränkt werden. Andererseits werden Dickmilch oder Quark wegen des geringeren Laktosegehalts in entsprechend höheren Mengen toleriert. Die verschiedenen Käsearten brauchen aufgrund des niedrigen Laktosegehaltes in der Fütterung nicht limitiert zu werden. Magermilch ist ähnlich wie Vollmilch zu bewerten, allein der geringere Energiegehalt infolge des Fettentzuges und der Verlust an fettlöslichen Vitaminen sind zu berücksichtigen. Milch und Milchprodukte lassen sich vorteilhaft zur Verbesserung der Versorgung mit essentiellen Aminosäuren besonders bei wachsenden und trächtigen Hunden verwenden. Darüber hinaus können sie die Akzeptanz weniger schmackhafter Rationen oder des Trinkwassers nachhaltig verbessern.

Was darf gefüttert werden

  • Obst: Apfel, Aprikosen, Banane, Birne, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren
  • Gemüse: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Fenchel, Gurke, Kohlrabi, Kürbis, Mais, Mangold, Möhren, Rote Beete, Sellerie, Spinat, Zucchini
  • Fleisch und Innereien: Blättermagen, Geflügel, Grünen Pansen, Hühnerhälse (gewolft), Hühnerherzen, Hühnermägen, Innereine (1x/Woche), Kalb, Kalbs- oder Ochsenschwanz, Kalbsknochen, Kaninchen, Lamm, Pferd, Rind, Rindermarkknochen, Wild => Fleischsorten können täglich, als auch wöchentlich gewechselt werden, zu Beginn ist eine wöchentliche Umstellung empfehlenswert.
  • Fisch: Forelle, Lachs, Thunfisch
  • Öle: Hanföl, Lachsöl, Lebertran (1-2/Woche – NICHT in Verbindung mit Leber verabreichen), Nachkerzenöl, Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl
  • Milchprodukte: Buttermilch, Hüttenkäse, Joghurt, Magerquark, Ziegenquark/Ziegenmilch
  • Eier 1-3/Woche (gemörste Schale ist ein guter Calciumlieferant)
  • Nüsse: Cashewkerne, Haselnüsse, Walnüsse usw.
  • Zusätze bei Bedarf: Bierhefeflocken(viele wichtige B-Vitamine, gut für Haut, Fell, Nerven, wirkt Appetitanregend), Heilerde, (reguliert die Darmflora, gut bei Durchfall), Leinsamen, Weizenkleie

Ermittlung des Tagesbedarfs

Der richtige Tagesbedarf lässt sich ganz leicht ermitteln. Grundsätzlich gilt die Faustregel 2-3% vom Körpergewicht. Der ermittelte Wert des Tagesbedarfs wird dann in 70% Fleischanteil und 30% Gemüseanteil gesplittet. Ist ein Richtwert von 2,5% des Körpergewichts (KGW) zugrunde gelegt, so liegt bei einem 20 kg schweren Hund der Tagesbedarf bei 500g, bei einem 22 kg schweren Hund bei 550g und bei einem 25 kg schweren Hund bei 630g.

Weil wir unsere meine Hunde nicht einmal sondern zweimal am Tag füttere um zwei kleinere Rationen zu erhalten splitten wir den Tagesbedarf entsprechend. Bei Welpen und Junghunden können die Rationen auch auf 4 bzw. 3 gesplittet werden. Unsere Hunde bekommen jedoch nicht ausschließlich Rohfleischnahrung, die individuelle Fütterung setzt sich aus Trockenfutter und Frischfleisch mit Gemüse zusammen. Somit habe ich zu gleichen Teilen Trockenfutter und Frischfleisch, d.h. jeweils 35% des Tagesbedarfs, also zwischen 200 und 250 g pro Mahlzeit.

Des Weiteren bekommen die Hunde zusätzlich zwischendurch kleine Leckereien und etwas zum Knabbern wie z. B. getrocknete Ochsenziemer oder Rinderkopfhaut oder auch mal ein Stück Zwieback oder rohe Knochen wie oben beschrieben.

Mit dieser Art von Fütterung kann man schon äußerlich anhand einiger Parameter am Hund die optimale Ernährung sehen. Ein konstantes dem Typ angemessenes Gewicht, Normaler Kotabsatz, Glänzendes seidig weiches Fell und Lebhaftes Verhalten sprechen für hier für eine optimale und ausgewogene Ernährung.

Preisvergleich - Kostenersparnis

In folgendem Preisvergleich möchte ich Ihnen aufzeigen, dass die Fütterung mit industriellem Dosen- und Trockenfutter keineswegs günstiger ist. Im Gegenteil: Industrieprodukte sind meist teurer und werden dem Bedarf Ihres Lieblings an gesunder Nahrung nicht immer gerecht. Zumal der Fleischanteil oft wesentlich geringer ist und durch das Erhitzen viel wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Gegenüber einer natürlichen Ernährung sparen Sie im Jahr sogar bis zu 300,- €!

Wie viel kostet die natürliche Ernährung am Beispiel eines erwachsenen und gesunden Dalmatiners mit einem Gewicht von ca. 30 kg...?

Bei einem Tagesbedarf von ca. 500 g Rohfleisch und ca. 150 g Gemüse/Obst oder Flocken ergibt sich bei einer Fleischpreisspanne
(Rind, Lamm, Geflügel, Wild & Pferd) von 1,50 € - 3,40 € für 500 g und einer Portion für Gemüse von ca. 0,50 € folgende Rechnung:

Gesamtbedarf am Tag: bei 2,00 € - 3,90 € / pro Monat 60,- € - 117,- € / pro Jahr 720- € und 1404,- €.

 Im Vergleich dazu eine Dose Rinti mit 400 g für ca. 0,95 € und 800 g ca. 1,90 € mit der Empfohlenen Tagesmenge von 1.200 - 1.600 g pro Tag zzgl. Gemüse von ca. 0,50 € ergibt sich folgende Rechnung:

Gesamtbdarf am Tag: bei 2,85 € - 3,80 € / pro Monat 85,50 € - 114,- € / pro Jahr 1026,- € und 1368,- €.

Somit ergibt sich eine Differenz von 3,- € bis 25,50 € pro Monat und 36,- € bis 306,- € pro Jahr

Quelle: BARF Barffuerhunde

Wie sie sehen lohnt sich die BARF-Fütterung auf jeden Fall - Ihr Hund sollte es ihnen Wert sein und Ihr Liebling wird es ihnen mit Lebensfreude und einer Gesunden Entwicklung danken!

Um Sicher zu gehen dass ihr Hund mit der BARF-Fütterung mit allen Wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist sollten sie vorsorglich eine Kontrolluntersuchung machen lassen. Wenn sie erst vor kurzem auf BARF umgestellt haben sollten sie nach ca. sechs Monaten und auch später in regelmäßigen Abständen eine Blutuntersuchung durchführen lassen. Das Labor Laboklin bietet sogar einen speziellen "BARF-Test" an. Bei der Blutuntersuchung BARF-Profil werden u. a. Calcium, Phosphat, Kupfer, Zink, Jod*, Vitamin A und Vitamin D getestet. Die Kosten für den Untersuchungsauftrag liegen bei ca. 92,00 €.

Bildquelle: Tackenberg, Textquelle: Barf für Hunde

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